Schlieren
Karibische Klänge animieren die Senioren am ersten Open-Air-Konzert seit Pandemieausbruch zum Tanzen

Karibische Rhythmen und bekannte Klassiker: Die Steelband Angel Pan hat mit ihrem Auftritt ein fröhliches Ambiente vor dem Limmi-Pflegezentrum verbreitet.

Lydia Lippuner
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Erster Anlass im Freien: Am Samstag spielte die Steelband Angel Pan vor dem Limmi-Pflegezentrum auf. Es ist der erste Anlass im Freien seit Pandemiebeginn.
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Flucht vor der Sonne: Die Zuhörerinnen und Zuhörer suchten einen Schattenplatz.
Logenplätze: Auch von den Balkonen des Pflegezentrums des Spitals Limmattal lauschten die Seniorinnen und Senioren der Musik.
Passend zum Lied Dancing Queen: Einige Senioren liessen sich die Gelegenheit für ein kleines Tänzchen nicht nehmen.
Grund zur Freude: Auch im Rollstuhl sitzend kann man tanzen.
Premiere für die Band: Die Steelband Angel Pan spielte das erste Mal in diesem Jahr vor Publikum.

Erster Anlass im Freien: Am Samstag spielte die Steelband Angel Pan vor dem Limmi-Pflegezentrum auf. Es ist der erste Anlass im Freien seit Pandemiebeginn.

Lydia Lippuner

Am Samstagnachmittag konnten die Schlieremer Seniorinnen und Senioren wieder Kultur geniessen. Das Open-Air-Konzert der Steelband Angel Pan weckte die gesellige Seite des Limmi-Pflegezentrums aus dem Dornröschenschlaf. «Das ist der erste Aussenanlass seit dem Pandemieausbruch», sagte Esther Maag, Tageszentrumsleiterin des Pflegezentrums. Maag organisierte den Anlass.

Die Steelband positionierte sich direkt vor dem Pflegezentrum des Spitals Limmattal, sodass auch die Senioren auf den Balkonen etwas von der Livemusik hatten. Passend zu den karibischen Rhythmen strahlte die Sonne vom Himmel. Das stellte Maag vor die schwierige Aufgabe, genügend Schattenplätze für die über 50 Zuhörerinnen und Zuhörer zu finden. «Wir müssen es einfach probieren und improvisieren», sagte sie. Der Anlass sei ein Experiment.

Ein Senior tanzte mit seiner rollstuhlgängigen Partnerin

Nach kurzer Zeit wurde es einigen Senioren zu langweilig auf den Stühlen und sie begannen, zur Gute-Laune-Musik zu tanzen. Ein Senior sagte: «Diese Musik ist tipptop. Ich war schon immer ein Tanzfüdli.» Dabei bewegte er sich im Takt des Liedes. Dann und wann nahm er die Hände seiner rollstuhlgängigen Partnerin und bewegte sie auf und ab oder drehte ihren Rollstuhl im Kreis. «Ich habe im Zimmer einen Radio, aber das Konzert hier ist etwas anderes», sagte seine Partnerin. Sie sei jahrelang im Turnverein gewesen, nun könne sie sich aber wegen eines Knieleidens nicht mehr gut bewegen.

Nebst den schunkelnden Senioren hörten viele andächtig der Musik zu und belohnten die Band mit Applaus. Zusätzlich zu den karibischen Liedern spielte die Steelband auch Klassiker wie «Alperose» von Polo Hofer und «Dancing Queen» von Abba.

Die Senioren forderten eine Zugabe

Auch für die Steelband war das Konzert im Freien ein besonderer Anlass. «Für uns ist es der erste Auftritt dieses Jahr. Wir freuen uns sehr, wieder vor Publikum spielen zu dürfen. Dafür üben wir ja», sagte eine Musikerin. Als das letzte Lied verklang, rief eine Seniorin: «Zugabe.» Ein anderer Senior stimmte in die Forderung ein. So liess sich die Band zu einem zusätzlichen Stück überreden.

Auch Maag war zufrieden mit dem Anlass. «Die Senioren haben das Konzert genossen», sagte sie. Nicht nur für einen ein wenig wehmütig dreinschauenden Senior hatte sie nach dem Abschluss eine gute Nachricht. Das nächste Konzert werde bereits in wenigen Wochen stattfinden, dann wird die Militärmusik spielen. Bei dieser Neuigkeit strahlten die Augen vor ihr auf.

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