Oetwil/Geroldswil

Schulpflege erhält tiefere Entschädigung – sowie Entlastung bei operativen Aufgaben

In der neuen Besoldungsverordnung wird auf die Auszahlung von Sitzungsgeldern verzichtet. (Symbolbild)

In der neuen Besoldungsverordnung wird auf die Auszahlung von Sitzungsgeldern verzichtet. (Symbolbild)

Neben der Jahresrechnung 2019 befinden die Stimmberechtigten über den Erlass einer kommunalen Besoldungsverordnung ab.

Die Schulpflege hat eine neue Besoldungsverordnung erarbeitet, die die Einführung einer operativen Geschäftsleitung und eine Neuorganisation der Schule zum Ziel hat. In Beiden strukturellen Veränderungen würden die Voraussetzung zu einer starken Reduktion der bis anhin durch die Schulpflege und insbesondere durch die Schulpräsidentin ausgeführten operativen Tätigkeiten bilden, schreibt die Schulpflege.

Durch diese mehrheitliche Entbindung der Schulpflege von operativen Aufgaben könne sich diese auf ihr eigentliches Tätigkeitsfeld, die strategische Führung der Primarschule Oetwil-Geroldswil (PSOG), konzentrieren. Zudem soll mit der revidierten Besoldungsverordnung die Gleichbehandlung kommunaler und kantonaler Angestellter der PSOG sichergestellt werden.

Zur vollständigen Umsetzung des neuen Strukturmodells bedarf es laut Schulpflege einer Übergangsfrist bis Ende der laufenden Legislatur Ende Juni 2022. Für die letzten zwei Jahre der laufenden Legislatur belaufe sich die geschätzte Bruttoentschädigung der gesamten Schulpflege pro Jahr auf rund 156'000 Franken zuzüglich Sozialversicherungskosten. Mit Beginn der neuen Legislatur ab Juli 2022 soll die Bruttoentschädigung der gesamten Schulpflege pro Jahr zwischen 120'000 und 135'000 Franken betragen.

Die Schulpflege beruft sich dabei auf die Expertise vom 28. November 2018 zur Optimierung der Führungsstrukturen. Diese gehe von einem künftigen zeitlichen Aufwand für ein Schulpflegemitglied von 10 bis 15 Stellenprozent und für das Schulpräsidium von 20 bis 30 Stellenprozent aus. Dieser zeitliche Jahresaufwand für das Ausüben der Behördentätigkeit beurteile die Schulpflege als realistisch. Die Einhaltung sei für die Miliztauglichkeit eine wichtige Voraussetzung. In der neuen Besoldungsverordnung wird auf die Auszahlung von Sitzungsgeldern verzichtet.

Eine Ausnahme bilde die Mitarbeit in einer Projekt-/Arbeitsgruppe sowie Kommission, gerechtfertigt durch Antragsrecht der Schulpflege oder der Geschäftsleitung. Der Grundgedanke sei dabei, dass die Entschädigung der Behördenmitglieder es auch beruflich engagierten Personen erlauben solle, ihre fachliche und soziale Kompetenz der Öffentlichkeit und insbesondere der Volksschule zur Verfügung zu stellen, ohne ihr Auskommen gefährden zu müssen.

Die Entschädigung für alle drei Funktionen der Rechnungsprüfungskommission (Präsidium, Aktuar, einfaches Mitglied) wird jährlich um 200 Franken erhöht. Die neue Besoldungsverordnung tritt nach ihrer Genehmigung durch die Schulgemeindeversammlung per 1. August 2020 in Kraft.

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