Coronavirus

«Sehr einschneidende Massnahme»: Die öffentlichen Dietiker Grill- und Spielplätze sind abgesperrt

Die Stadt Dietikon riegelte den Zugang zur Allmend Glanzenberg ab.

Die Stadt Dietikon riegelte den Zugang zur Allmend Glanzenberg ab.

Die Stadt Dietikon ergreift wegen des Coronavirus eine «sehr einschneidende Massnahme», wie sie es selber nennt. Wer dagegen verstösst, zahlt 100 Franken Busse.

Immer wieder bleiben Jogger, Hündeler und Spaziergänger am frühen Freitagmorgen stehen. Sie blicken auf eine Reihe Gitter, welche die Allmend Glanzenberg absperren und einen Tag zuvor zu dieser Zeit noch nicht dagestanden hatten.

«Verrückt, verrückt, verrückt», murmelt einer vor sich hin. Ein anderer meint, es hätten sich in den vergangenen Tagen einfach zu viele Personen bei diesen Grillplätzen und auf der Spielwiese aufgehalten, da habe es halt so weit kommen müssen.

Ein Pensionierter, der mit seinem kleinen, aber lauten Hund täglich zweimal der Limmat zwischen Dietikon und Schlieren entlangspaziert, wettert kurz darauf, dass nun alle spinnen würden. «Jetzt kann ich am Brunnen ja nicht einmal mehr meine Trinkflasche auffüllen.» Wenn schon, dann soll die Stadt Dietikon doch eine richtige Ausgangssperre verhängen, und nicht einfach alles einzeln verbieten, sagt er laut zu den Umstehenden. Ein Radfahrer, der seine Fahrt verlangsamt hat, ruft den am Geländer stehenden Personen wütend zu, dass sie auseinander gehen sollen. «Geht weg! Geht weg!» Ansonsten würde am Ende nicht nur der Picknickplatz, sondern auch noch gleich der gesamte Limmatweg gesperrt.

Die Stadt Dietikon hatte am Donnerstagnachmittag mitgeteilt, dass die Allmend Glanzenberg wie alle öffentlichen Anlagen und Spielplätze per sofort gesperrt werden. Sie sehe sich dazu aufgrund der aktuellen Situation mit dem Coronavirus und gestützt auf die Vorgaben des Bundes und des Kantons dazu veranlasst. «Die Stadt bittet um Verständnis für diese sehr einschneidende Massnahme. Gleichzeitig appelliert sie an die Bevölkerung, sich an die Weisungen des Bundesrates zu halten und diese – zum Schutze aller – strikte zu befolgen.»

Kurz darauf wurden bei der Allmend Glanzenberg die Gitter montiert – mit dem Hinweis, dass bei einer Platzbenützung eine Busse droht.

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