Kommentar

Stadtrat ist gefordert: Kosten der Dietiker Zehntenscheune dürfen nicht steigen

Während sich alle im Stadtparlament vertretenen Parteien von der SVP bis zur AL für das 4,8-Millionen-Projekt ausgesprochen hatten, sagten 41,4 Prozent des Volks Nein zum Projekt.

Während sich alle im Stadtparlament vertretenen Parteien von der SVP bis zur AL für das 4,8-Millionen-Projekt ausgesprochen hatten, sagten 41,4 Prozent des Volks Nein zum Projekt.

Das kostspielige Sanierungsprojekt Zehntenscheune wurde von den Dietikern angenommen. Mehr als 40 Prozent der Stimmberechtigten sprachen sich allerdings dagegen aus. Der Stadtrat muss sich also bemühen, die Kosten im Zaum zu halten.

Die Zehntenscheune wird saniert und umgebaut – für 4,8 Millionen Franken. Die Dietiker Stimmberechtigten haben das Projekt genehmigt. Für die Stadt ist dies ein wichtiger und richtiger Entscheid. Denn das Vorhaben wertet sie massiv auf. Mitten im Dorfkern wird ein attraktiver Treffpunkt entstehen. Der Mehrzwecksaal unter dem Dachgiebel wird, wie die Visualisierungen zeigen, ein Schmuckstück mit eigenem Charme.

Unbestritten ist aber auch: Ein richtiges Schmuckstück kostet. Dies hat dazu geführt, dass sich mehr als 40 Prozent der Abstimmenden gegen das Projekt aussprachen. Das ist eine hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass alle acht im Parlament vertretenen Parteien die Ja-Parole gefasst haben.

Der Stadtrat ist deshalb gefordert. Er muss beweisen, dass er die hohen Kosten zumindest im Griff halten kann. Ein weiteres Debakel bei einer Bauabrechnung, wie sie in der Vergangenheit vorkamen, kann er sich nicht leisten. Denn dann sprechen die Dietikerinnen und Dietiker kein Geld mehr für Grossprojekte. Doch gerade im Dietiker Zentrum besteht – etwa im Hinblick auf die Gestaltung des Bahnhofplatzes – weiterer Handlungsbedarf. Diesen darf sich der Stadtrat nun nicht verbauen.

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