Bundesgericht
Tod durch Mischkonsum: Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis muss gegen Ärzte ermitteln

Die Limmattaler Staatsanwaltschaft muss ein eingestelltes Verfahren neu aufrollen. Ein Witwer hat erfolgreich dafür gekämpft.

David Egger
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Zusätzlich zu den verschriebenen Medikamenten nahm die Frau weitere Medikamente ein. Wurde sie von den Ärzten zu wenig gewarnt?

Zusätzlich zu den verschriebenen Medikamenten nahm die Frau weitere Medikamente ein. Wurde sie von den Ärzten zu wenig gewarnt?

Keystone

Die Frau starb an einer zentralen Atemlähmung, so das Fazit des Instituts für Rechtsmedizin. Der Tod kam aus verschiedenen Medikamentenpackungen. Und er war, so die Forensiker weiter, nicht gewollt. Die fünf Medikamente, eines davon Methadon, dürften ihre Wirkung gegenseitig verstärkt haben, heisst es im Gutachten. Es sei von einem ungewollten Über- oder Mischkonsum auszugehen.

Nachdem die Frau verstorben war, eröffnete die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis ein Verfahren wegen des aussergewöhnlichen Todesfalls, um dessen Umstände zu klären. Namentlich standen die behandelnden Ärzte im Fokus: Sie sollen fahrlässig gehandelt haben.

Als aber das Gutachten der Rechtsmediziner und weitere Akten eingegangen waren, liess die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen die Mediziner fallen und stellte das Verfahren ein. Hinweise auf ein fahrlässiges Handeln der involvierten Ärzte fänden sich nicht.

So verfügte die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis die Einstellung des Verfahrens. Gegen diese Verfügung wehrte sich der Ehemann der verstorbenen Frau. Das Zürcher Obergericht beschloss aber vor etwas über einem Jahr, nicht auf seine Beschwerde einzutreten. Deshalb gelangte der Mann an die strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts in Lausanne. Dieses kam nun in seinem Anfang Monat gefällten und letzte Woche publizierten Entscheid zum Schluss, dass die Beschwerde gutzuheissen sei.

Somit wird der Beschluss des Zürcher Obergerichts aufgehoben und der Fall zur Neubeurteilung ans Obergericht zurückgewiesen. Die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, weitere Abklärungen vorzunehmen. Dem Witwer als Beschwerdeführer sei umfassend Akteneinsicht zu gewähren und er müsse seine Zivilansprüche geltend machen können.

Vorwurf der fahrlässigen Tötung

Die Staatsanwaltschaft hatte den Mann nicht darauf aufmerksam gemacht, dass er Zivilansprüche geltend machen kann. Nun erhält er die Gelegenheit dazu. Der Witwer hat den Standpunkt eingenommen, dass er und seine Kinder durch den Tod der Frau einen sogenannten Versorgerschaden erlitten und dass die Ärzte eine Genugtuung zu zahlen hätten, falls sie der fahrlässigen Tötung schuldig sind.

Ob dies der Fall ist, soll die Staatsanwaltschaft zu wenig abgeklärt haben. So heisst es im Urteil des Bundesgerichts, dass in den Akten der medizinischen Institution, bei der die Frau zuletzt in Behandlung war, nirgends deutlich vermerkt ist, dass sie über die Gefahr von Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Methadon und anderen Medikament aufgeklärt worden wäre. «Von einer klar genügenden, die ärztliche Verantwortlichkeit höchstwahrscheinlich ausschliessenden Aufklärung kann offensichtlich keine Rede sein», heisst es im Urteil der höchsten Richter des Landes weiter. Entgegen der Auffassung des Obergerichts entlaste es die Ärzte nicht ohne Weiteres, dass sie sie über die Wirkung und Aufdosierung von Methadon informiert hätten und dass keine Hinweise auf eine falsche Dosierung bestanden.

Das Obergericht hatte zudem ins Feld geführt, dass die Verstorbene schon über viel Erfahrung mit sehr starken Schmerzmedikamenten verfügte und zudem beruflich selber im Gesundheitsbereich tätig war. Dies schliesse eine Strafbarkeit der Ärzte nicht aus, hält nun das Bundesgericht fest. Es wäre zu erwarten gewesen, dass die Ärzte ihr dringend angeraten hätten, auf weitere ähnliche Medikamente zu verzichten. Die Frau hatte vor ihrem Tod zusätzlich zu den verschriebenen Medikamenten noch weitere eingenommen, die ihr früher verschrieben worden waren und deren Verschreibung in der Zwischenzeit abgelaufen war. Davor hätte sie explizit gewarnt werden müssen, finden die Bundesrichter. «Es geht nicht an, ihr gleichsam die Alleinverantwortung für die mit der Behandlung einhergehenden Gefahren zuzuschreiben», halten nun die Bundesrichter fest. Die frühere Einnahme der einst verschriebenen Medikamente sei in den Krankenakten ersichtlich gewesen.

Darum muss nun das Verfahren neu aufgerollt werden. «Dass ein nach weiteren Abklärungen mit der Angelegenheit befasstes Gericht allenfalls gemäss dem dannzumal anzuwendenden Grundsatz in dubio pro reo zu einem Freispruch gelangt, ändert nichts.»

Der Kanton Zürich muss dem Anwalt des Witwers 3000 Franken Parteienentschädigung zahlen.

Allschwil BL, 28. Februar: Ein Autofahrer krachte in ein 6er-Tram. Beim Unfall wurde niemand verletzt.
55 Bilder
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Gretzenbach SO, 26. Februar: Automobilist weicht entgegenkommendem Kleinwagen aus und prallt in Baum. Der Verunfallte zog sich leichte Verletzungen zu. Der Lenker des Kleinwagens fährt ohne Hilfeleistung weiter.
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Zug, 23. Februar: Eine 76-jährige Autolenkerin ist in einer privaten Sammelgarage schwer verunfallt. Nach der Einfahrt prallte sie heftig in eine Betonwand. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen wurde sie ins Spital gebracht.
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Giebenach BL, 18. Februar: Ein 86-Jähriger verursacht einen Unfall, sechs Personen verletzt.
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Frick AG, 15. Februar: Ein Langholz-Transporter kommt von der Strasse ab und versinkt im weichen Untergrund.
Niederbuchsiten SO, 13.Februar: Bei einem Brand in einer Garage wurde ein Auto stark beschädigt
Altstätten SG, 13. Februar: In der Nacht kam ein 22-Jähriger von der Strasse ab und rutschte mit dem Auto rund 30 Meter eine Böschung hinunter. Der Verletzte musste eineinhalb Stunden auf Hilfe warten.
Kienberg SO, 10. Februar: Ein Mofalenker wird bei einem Selbstunfall schwer verletzt und mit der Rega ins Spital gebracht. Der 67-Jährige stirbt später im Spital.
Basel, 9. Februar: Ein Autofahrer prallte aus noch ungeklärten Gründen auf der A2 Höhe Stücki-Areal in einen Abpralldämpfer. Niemand wurde verletzt, aber das zerstörte Auto blockierte für zwei Stunden beide Fahrspuren. Ein Atemalkoholtest ergab beim Lenker einen Wert von 0,0 mg/L.
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Bürenstich SG, auf der A1: Drei Unfälle mit zehn beteiligten Fahrzeugen. Eine Beifahrerin stirbt.
Schinznach AG, 7. Februar: In der Bäckerei Lehmann in Schinznach-Dorf ist kurz nach 2 Uhr ein Glimmbrand ausgebrochen, der einen Grosseinsatz Feuerwehreinsatz auslöste. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist aber erheblich.
Suhr AG, 6. Februar: Ein Lieferwagen stiess kurz vor 17 Uhr auf der A1 bei Suhr mit einem Auto zusammen. Verletzt wurde niemand. Es entstand beträchtlicher Schaden. Als Unfallursache wird ein technische Defekt vermutet. Im Feierabendverkehr bildete sich Rückstau.
Rheinfelden AG, 4. Februar: Ein Saab gerät von der Fahrbahn ab und fliegt rund 30 Meter durch die Luft.
Rheinfelden AG, 4. Februar: Der Unfallfahrer, ein 54-jähriger Deutscher, zog sich beim Unfall schwere Rücken- und Brustverletzungen zu.
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Diepoldsau SG, 3. Februar: Aufgrund winterlicher Verhältnisse musste die Polizei in der Ostschweiz wegen 13 Unfällen ausrücken. Eine Person wurde leicht verletzt.
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Buchs AG, 3. Februar: Eine Kosovarin prallte am 3. Februar mit ihrem VW in einen Baum.
Buchs AG, 3. Februar: Die 48-jährige Automobilistin blieb beim Unfall unverletzt.
Buchs AG, 3. Februar: Am Unfallwagen entstand Totalschaden.
A3/Wollerau SZ, 3. Februar: Bei einem Verkehrsunfall auf der A3 bei Wollerau sind ein Autofahrer und zwei Pferde getötet worden. Die Tiere liefen frei auf der Fahrbahn herum.
Belchentunnel, 2. Februar: Zwei Autos kollidierten, danach gab es eine Auffahrkollision mit vier Fahrzeugen. Eine Person wurde verletzt.
Wegenstetten AG, 2. Februar: Ein Autofahrer gerät von der Strasse. Das Fahrzeug überschlägt sich mehrmals und bleibt in einem Bachbett liegen.

Allschwil BL, 28. Februar: Ein Autofahrer krachte in ein 6er-Tram. Beim Unfall wurde niemand verletzt.

Polizei BL