Oetwil-Geroldswil

Trotz Mehraufwand bleibt der Steuerfuss stabil bei 44 Prozent

Primarschule Oetwil-Geroldswil

Primarschule Oetwil-Geroldswil

Die Gemeindeversammlung der Primarschule Oetwil-Geroldswil sagt Ja zum Budget 2020 und nimmt einen Stellenausbau zur Kenntnis.

36 Stimmberechtigte hatten sich am Dienstag Abend im Mehrzweckraum des Oetwiler Schulhauses Letten eingefunden, um über das Budget 2020 der Primarschulgemeinde Oetwil-Geroldswil zu befinden. Es kam ohne Gegenstimmen und ohne Diskussionen durch. Unterstützung für das Budget gab es auch von der Rechnungsprüfungskommission (RPK). Deren Präsident Erwin Bühler wies aber darauf hin, dass es im Vergleich zu 2019 um mehrere hunderttausend Franken schlechter ausfällt, wenn man nur den betrieblichen Teil anschaut. Aber alles sei «gut begründet», hielt er fest. Darum empfahl die RPK ein Ja, wenn auch «zähneknirschend», wie Bühler sagte, während er zu Franz Heller blickte – der alt RPK-Präsident hatte das «zähneknirschende Ja» in seinen Amtsjahren zum geflügelten Wort gemacht.

Der Gesamtaufwand steigt auf 16,165 Millionen Franken, derweil er im Budget 2019 noch 15,647 Millionen betrug. Der Steuerfuss bleibt bei 44 Prozent. Am Schluss bleibt ein Minus von rund 67000 Franken.

Steigende Abwasserkosten sind noch ein Mysterium

Zum Mehraufwand trägt die neue kantonale Ferienregelung bei, die neu auch Mitarbeitenden im Alter von 21 bis 49 Jahren eine fünfte Ferienwoche zugesteht. Dieser Beschluss des Regierungsrats lässt die entsprechenden Kosten bei der Primarschule Oetwil-Geroldswil um 2,7 Prozent steigen, wie Finanzvorständin Christine Sieber ausführte. Weitere Mehrkosten ergeben sich bei den Liegenschaften. So steigen beispielsweise im Schulhaus Fahrweid jedes Jahr die Abwasserkosten. Zurzeit klärt die Schule ab, warum das so ist. Sieber nannte zahlreiche weitere eingängige Beispiele für die Mehrkosten. So zählt die Primarschule ab nächstem Schuljahr 25 Schüler mehr. Im Kindergarten sinkt die Schülerzahl derweil von 192 auf 180. Die Schülerzahlen werden in den folgenden Jahren noch weiter steigen. «Bei den Schülerzahlen ist der Peak noch nicht erreicht», sagte Schulpräsidentin Daniela Kugler.

Die Schulpflege informierte die Versammlung zudem darüber, dass das Angebot an Tagesstrukturen nach den Sportferien versuchsweise für ein Jahr ausgebaut wird: Neu werden sie an allen fünf Tagen an allen drei Standorten von 11.50 Uhr bis 18 Uhr geöffnet sein. «Damit wollen wir der Bevölkerung entgegenkommen und wir hoffen natürlich auf neue Anmeldungen», sagte der zuständige Schulpfleger Marcel Meier.

Zudem erklärte Schulpräsidentin Kugler, wie die Schule neu geführt werden soll: Per nächste Amtsperiode soll die Schulpflege von 7 auf 5 Mitglieder reduziert werden. Zudem wird ab 2020 unterhalb der Schulpflege neu eine Leitung Bildung und eine Leitung Schulverwaltung als Geschäftsleitung fungieren. Das braucht neu 440 statt 320 Stellenprozent, entlastet aber die Behörde von operativen Aufgaben und macht das Amt als Schulpfleger wieder miliztauglicher. Die neuen Stellen sollen 2020 geschaffen werden.

Weiter wurde die neue ­Gebührenverordnung diskussionslos und einstimmig gutgeheissen. Das neue Gemeindegesetz hatte diese nötig gemacht.

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