Weiningen

Überflieger Mika Hodel siegt erneut – auch andere Limmattaler turnen sich aufs Podest

An den Zürcher Kantonalen Gerätemeisterschaften durften sich die Limmattaler Turnerinnen und Turner über fünf Medaillen freuen.

Die neue Kantonalmeisterin und der neue Kantonalmeister sind gleichzeitig auch die alten. Am letzten Wochenende fand in Bonstetten die 43. Ausgabe der Zürcher Kantonalen Gerätemeisterschaften statt. Dort setzten sich in der Kategorie 7 Sina Flückiger von der neuen Sektion Winterthur und Mika Hodel vom TV Weiningen gegen ihre Konkurrentinnen und Konkurrenten durch. Während es für Flückiger nach 2014 und 2018 der dritte Titel ist, kann sich Hodel bereits zum vierten Mal in Folge Kantonalmeister nennen.

«Wir freuen uns sehr über seinen Titel, auch wenn er natürlich nicht ganz überraschend kommt», sagt Sandra Korn, Presseverantwortliche beim TV Weiningen. Hodel gehöre schliesslich schon länger zu der Zürcher Turnerelite und hätte auch schon auf nationaler Ebene zu überzeugen gewusst. Nebst Hodel holten sich drei weitere Weininger eine Medaille. Jannis Lüthi siegte in der Kategorie 2 und Finn Studer in der Kategorie 3. Hinter Studer erreichte Raffael Williner den zweiten Platz. «Wir haben einzelne Medaillen erwartet, aber dass es gleich vier wurden, freut uns umso mehr», sagt Korn.

Daniel Gugerli, Hauptleiter der Geräteriege des Turnvereins Birmensdorf, zeigt sich mit der Leistung seiner insgesamt 28 teilnehmenden Turnerinnen und Turner im Grossen und Ganzen ebenfalls zufrieden. «Wie auch nicht zu erwarten war, gab es keine Topergebnisse. Aber im Vergleich zu den bisherigen Wettkämpfen stimmte die Leistung», sagt er. Erwähnenswert seien sicherlich die Ränge mit Auszeichnung von Leon Schär, Mila Schülé und Lara Hofstetter, die zum ersten Mal an einem Wettkampf in der Kategorie 1 teilnahmen.

Einige wuchsen beim Turnen über sich hinaus

Eine Medaille gab es für die Urdorferin Nathalie Schneider. In der Kategorie Damen turnte sie sich auf den 3. Platz. Nur knapp dahinter klassierte sich ihre Teamkollegin Maya Keller auf dem vierten Rang. Jlva Schneider, Hauptleiterin des Geräteturnens beim TV Urdorf, zeigt sich erfreut ob der Leistungen ihrer Turnerinnen und Turner. «Sie haben das abgeliefert, was sie können, und einige sogar noch ein wenig mehr.»

Mit acht Turnerinnen trat der TV Engstringen an den Kantonalen Gerätemeisterschaften an. «Sie haben alle einen guten Wettkampf gezeigt. Ich bin sehr zufrieden», sagt Sara Trüb, Verantwortliche des Geräteturnens beim TV Engstringen. Mit Timna Schindler erhielt eine Engstringerin sogar eine Auszeichnung.

An der 43. Ausgabe der Zürcher Kantonalen Gerätemeisterschaften nahmen über 1600 Turnerinnen und 300 Turner teil. Bei einem dermassen grossen Teilnehmerfeld stand für die Organisatoren des Damenturnvereins und des Turnvereins Birmensdorf schon früh fest, dass der Anlass nicht in ihrer Gemeinde stattfinden kann. «In unserem Dorf befindet sich gar keine Dreifachturnhalle, die dafür benötigt wird», sagt Viola Zimmermann, Hauptleiterin der Jugendriege Birmensdorf und Presseverantwortliche im OK der Kantonalen Gerätemeisterschaften. So mussten die Birmensdorfer ausweichen und fanden mit der Sporthalle Schachen in Bonstetten eine geeignete Wettkampfstätte.

Personelle und materielle Herausforderungen

«Wir haben zwar Erfahrungen im Veranstalten von grösseren Anlässen, aber einen Wettkampf in einer solchen Dimension zu organisieren, war für uns schon sehr speziell», sagt Zimmermann. Dementsprechend gross war der Aufwand, den sie zusammengerechnet auf etwa 800 bis 900 Arbeitsstunden am Anlass selbst schätzt. «Diese konnten wir aber auf viele freiwillige Helfer verteilen.» Nebst den personellen Einsätzen stellte auch das benötigte Wettkampfmaterial das OK vor einige Herausforderungen. An den Kantonalen Gerätemeisterschaften traten von den jüngsten Turnerinnen und Turner der Kategorie 1, bis hin zur Kategorie 7, in welcher die Kantonalmeisterin und der Kantonalmeister erkoren werden, auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kategorie Damen und Herren an. «Zudem mussten wir auch ein Konzept für eine Festwirtschaft entwickeln, die die Verpflegung der Turnerinnen und Turner, aber auch des Publikums sicherstellte», sagt Zimmermann.

Dieses Konzept ging auf und auch das Wetter spielte während der zwei Wettkampftage mit. So zeigt sich Zimmermann mit dem Anlass mehr als zufrieden. «Bei der Festwirtschaft entstanden fast keine Engpässe und das Wettkampfprogramm verlief unfallfrei.» Die Aufräumarbeiten konnte man bereits am Sonntagabend beenden und in der Vereinskasse rechnet sie ebenfalls mit einem positiven Abschluss. «Wie hoch der Gewinn dann tatsächlich ausfällt, können wir erst nach dem Begleichen der letzten Rechnung sagen.»

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Autor

Sebastian Schuler

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