Urdorf
Solistin am Marimbafon begeisterte das Publikum der Serenade

Das Collegium Musicum Urdorf bestritt mit seiner Sommer-Serenade seinen ersten Auftritt nach der Pandemiepause.

Christian Murer
Drucken
Teilen
«Inez Ellmann als Solistin zu haben. war für uns alle ein riesiger Glücksfall», sagte der Dirigent Pascal Druey über die Solistin am Marimbafon.

«Inez Ellmann als Solistin zu haben. war für uns alle ein riesiger Glücksfall», sagte der Dirigent Pascal Druey über die Solistin am Marimbafon.

Christian Murer

Das Collegium Musicum Urdorf bestritt mit seiner Sommer-Serenade seinen ersten Auftritt nach der Pandemiepause. Zum ersten Mal seit Beginn der Coronapandemie spielte das Collegium Musicum Urdorf am Freitagabend vor Publikum. Gegen sechzig Zuhörerinnen und Zuhörer fanden sich in der Neuen Reformierten Kirche Urdorf für das Konzert ein. Dirigent und Geiger Pascal Druey freute sich über den Anlass: «Nach dieser langen Konzertpause war in der reformierten Kirche eine ganz speziell konzentrierte Stimmung spürbar, die mich sehr beeindruckte und sich auch auf das Orchester übertrug.»

Es sei für die Musikanten ein schönes Erlebnis gewesen, nach dieser langen Zwangspause endlich wieder ein Konzert zu geben. Denn das beliebte Neujahrskonzert 2021 und zwei Konzerte im Vorjahr waren coronabedingt ausgefallen.

Das Marimbafon ist ein exotisches Musikinstrument, das an ein Xylophon erinnert.

Das Marimbafon ist ein exotisches Musikinstrument, das an ein Xylophon erinnert.

Christian Murer

Die Serenade begann mit dem Konzert für Violoncello und Streicher in d-Moll von Antonio Vivaldi, bearbeitet für das Marimbafon der Solistin Inez Ellmann. Das Marimbafon ist ein exotisches Musikinstrument, das an ein Xylophon erinnert. Druey zeigte sich begeistert über die auswendig spielende Musikantin:

«Inez Ellmann als Solistin zu haben war für uns alle ein riesiger Glücksfall. Ihr grossartiges und sensibles Spiel wirkte enorm inspirierend.»

Im Anschluss an Ellmann folgten Sätze aus «Antiche danze ed arie» von Ottorino Respighi, «Tempo di valse» und «Scherzo» aus der Streicherserenade von Antonín Dvořák sowie ein Operetten-Medley und das «Cancan» von Jacques Offenbach. Das Musikstück «Pizzicato-Polka» von Johann und Joseph Strauss schien dem Publikum genauso zu gefallen wie «The Entertainer» von Scott Joplin.

Inez Ellmann hatte alle Hände voll zu tun.

Inez Ellmann hatte alle Hände voll zu tun.

Christian Murer

Der Dirigent griff in einem Duett mit Inez Ellmann zur Geige. Die beiden spielten «Café 1930» von Astor Piazolla. Als fulminanter Abschluss erklang der zweite Satz aus dem Konzert für Marimbafon und Streichorchester des eher unbekannten, 1961 geborenen Franzosen Emmanuel Séjourné.

«Ein überaus gelungener Anlass»: Die Serenade des Collegium Musicum Urdorf kam beim Publikum gut an.

«Ein überaus gelungener Anlass»: Die Serenade des Collegium Musicum Urdorf kam beim Publikum gut an.

Christian Murer

Die Freude an der Musik sprang auf die Zuhörer über. Nach dem Konzert sagte Esther Huber aus Schlieren: «Mir hat das abwechslungsreiche Konzert sehr gut gefallen.» Vor allem die Solistin habe sie überzeugt. Auch Robi Niklaus, ein anderer Zuhörer, stimmte ins Lob ein. Er sagte: «Für mich war das Kirchenkonzert in der Neuen Reformierten Kirche ein überaus gelungener Anlass.»

Freudige Gesichter nach dem Konzert.

Freudige Gesichter nach dem Konzert.

Christian Murer

Aktuelle Nachrichten