Geroldswiler Zentrum

«Wir werden dem Kiesplatz keine Träne nachweinen» – das sagt der Bauvorstand zur Zukunft

«Geroldswil hat jetzt in Sachen Bau seit 30 Jahren keine grossen Würfe mehr realisiert. Es ist daher Zeit für etwas Neues», sagt der Geroldswiler Hochbauvorstand Willy Oswald (FDP) im Interview.

«Geroldswil hat jetzt in Sachen Bau seit 30 Jahren keine grossen Würfe mehr realisiert. Es ist daher Zeit für etwas Neues», sagt der Geroldswiler Hochbauvorstand Willy Oswald (FDP) im Interview.

Geroldswil stimmt bald über 34,89 Millionen Franken für den Neubau im Zentrum ab. Im Interview sagt Hochbauvorstand Willy Oswald (FDP), wieso der Kredit tiefer ist als erwartet. Sein Ziel ist, dass man am Neubau auch in Jahrzehnten noch Freude hat.

Herr Oswald, das Baufeld Ost ist jetzt parat für die letzte Hürde. Sind Sie mit allem zufrieden?

Willy Oswald: Wir sind sehr zufrieden. Das Projekt ist nochmals besser geworden. Es freut mich zudem, dass die Kosten nun doch tiefer liegen.

Das Projekt kostet jetzt eine gute Million Franken weniger als erwartet. Wie haben Sie das geschafft?

Wir haben genau auf die Kosten geschaut und Einsparungen vorgenommen. Es waren sehr viele kleine Details, die wir verbessert haben. Es gibt keine spezifische Einsparung, die besonders herausstechen würde. Wir werden auch in Zukunft die Kosten genau unter Kontrolle halten.

Kommen wir von den Details zum grossen Ganzen. Ihre Vorgänger bauten in den 1970er-Jahren das heutige Zentrum und werden heute noch gelobt. Wollen Sie auch als Visionär in die Dorfgeschichte eingehen?

Sicher nicht persönlich, es ist ja das Resultat der guten Zusammenarbeit des ganzen Gemeinderats. Aber es ist natürlich schon das Ziel, dass man auch am Neubau auf dem Baufeld Ost noch in Jahrzehnten Freude hat. Geroldswil hat jetzt schliesslich in Sachen Bau seit 30 Jahren keine grossen Würfe mehr realisiert. Es ist daher Zeit für etwas Neues.

Welche Rückmeldungen erhalten Sie eigentlich von Ihren Amtskollegen aus den Nachbargemeinden?

Sicher sagen kann ich, dass manche darüber staunen, dass Geroldswil ein derart grosses Projekt stemmt und dabei auch den Rückhalt in der Bevölkerung spürt. In anderen Gemeinden musste man schon kleinere Projekte immer wieder anpassen, bis auch das Volk überzeugt war.

Gibt es auch Neid?

Vielleicht ein bisschen schon. Geroldswil hat zum Beispiel mit den verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten eine Infrastruktur, die andere nicht bieten. Wir übernehmen hier eine Zentrumsfunktion im rechten Limmattal. Diese gilt es zu erhalten und zu steigern. Schon der neue und grössere Coop wird eine Anziehungskraft haben. Der dadurch verursachte Mehrverkehr wird aber nicht durch das Zentrum geführt, da die Tiefgaragenzufahrt direkt an der Limmattalstrasse liegt. Insgesamt wird das Zentrum entlastet.

Den heutigen Kiesplatz gibt es schon lange. Werden Sie ihn nicht etwas vermissen, wenn er endlich weg ist?

Bestimmt nicht. 2018 wird der neue Kreisel fertig. Neben ihm sieht der Kiesplatz dann noch unattraktiver aus. Wir werden ihm wirklich keine Träne nachweinen.

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