Wahlen

Zwei Urgesteine des Stadtparlaments treten nicht mehr an

Arthur Naumann und Beat Rüst.jpg

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Noch einen Monat lang amtieren zwei politische Urgesteine Schlierens als Stadtparlamentarier. Dann ist Schluss für Arthur Naumann (QV) und Beat Rüst (Grüne), die sich für die nächste Legislatur nicht mehr zur Wahl stellen.

Nauman ist bereits seit 1978 Mitglied des Parlaments, Rüst seit immerhin 16 Jahren. Beide waren sehr prägende Figuren für ihre Partei – Naumann kann gar als Übervater des Quartiervereins bezeichnet werden.

Während die Grünen nur mit ihrem bisherigen Parlamentarier Dominik Ritzmann antreten und ihren zweiten Sitz damit freigeben, stellen sich für den Quartierverein gleich 16 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Bisher besetzte die Partei drei Sitze des Parlaments. An dritter Stelle hinter den Bisherigen, Jürg Naumann – Arthur Naumanns Sohn – und Gaby Niederer rangiert auf der Wahlliste Andreas Epting. Hält seine Partei den dritten Sitz, den Arthur Naumann innehatte, so kann sie weiterhin als eigenständige Fraktion des Parlaments fungieren. Um wieder gleich stark vertreten zu sein, wie zuletzt von 2006 bis 2010, müsste der Quartierverein gar einen Sitz dazugewinnen.

SVP verlor in vier Jahren zwei Sitze

Ebenfalls nicht mehr zur Wahl antreten werden die SVP-Parlamentarier Roger Hartmann und Daniel Allenspach. Markus Hof verliess die Partei nach internen Streitigkeiten im Jahr 2010 und sitzt seither als Parteiloser im Parlament. Vergangenes Jahr wechselte ausserdem Priska Randegger zur FDP. Damit verlor die SVP während der vergangenen Legislatur zwei Sitze und ist zurzeit nur noch mit neun Mitgliedern im Parlament vertreten.

Im Februar wird sich zeigen, ob sie die Sitze wieder zurückerobern kann. Richten sollen es neben den sieben Bisherigen zwei politische Schwergewichte: Unter fünf Neuen finden sich nämlich auch Kantonsrat und Stadtratskandidat Pierre Dalcher sowie der Präsident der Ortspartei, Rudolf Dober.

Die Jüngste kandidiert für die SP

Und auch die Sozialdemokraten haben einen Abgang in ihren Rängen zu beklagen: Roger Püntener, der einen von neun SP-Sitzen belegte, tritt nach fünf Jahren nicht mehr an. Inmitten der acht Bisherigen rangiert auf der SP-Liste an fünfter Stelle Walter Jucker, der neu ins Parlament gewählt werden will. Auf dieser Liste findet sich mit der erst 19-jährigen Sarah Brajkovic denn auch die jüngste Kandidatin der Wahlen 2014. Nachdem die SP 2010 einen Sitz dazugewann, könnte sie dieses Jahr das Amt des abtretenden Rüst (Grüne) ergattern – seine Wähler könnten ihre Stimme aber auch den Grünliberalen geben.

Unklar ist, ob die FDP als drittgrösste Fraktion hinter SVP/JSVP und SP den sechsten Sitz von Priska Randegger halten kann, nachdem sie bei den letzten beiden Wahlen jeweils fünf Sitze besetzen konnte. Randegger stellt sich mit den fünf Bisherigen und zwölf neuen Kandidaten zur Wahl. Für die FDP tritt mit Andreas Geistlich (bisher) ebenfalls ein amtierender Kantonsrat an.

Auch CVP und EVP konnten 2010 ihre vier beziehungsweise zwei Sitze halten. Während die Christdemokraten neben den Bisherigen nur gerade ebenso viele neue Anwärterinnen und Anwärter aufstellt, sind auf der Liste der EVP insgesamt acht neue Namen zu lesen.

Schafft es GLP, Sitze zu gewinnen?

Gleich mit fünf Mitgliedern steht die Grünliberale Partei in den Startlöchern – darunter Stadtratskandidat Nikolaus Wyss. Die GLP möchte ihre ersten Sitze im Schlieremer Parlament gewinnen. Erreicht sie ihre Wähleranteile auf nationaler Ebene auch auf kommunaler Ebene, so hat sie im Schlieremer Parlament Anspruch auf fast zwei Sitze. Mit drei Kandidatinnen tritt neu die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) zu den Wahlen an. Angesichts ihrer Parteienstärke bei den letzten nationalen Wahlen wird sie jedoch kaum einen Sitz besetzen können.

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