Dem Zürcher Wald setzt der Klimawandel zu. Begünstigt durch trockene Sommer und heftige Winterstürme, verbreiten sich unter anderem Schädlinge wie der Borkenkäfer stärker. Deshalb muss viel Käferholz geschlagen werden, und dies in derart grossen Mengen, dass die Holzpreise in sich zusammengefallen sind.

Der Zürcher Wald befindet sich zu 60 Prozent in Privatbesitz: Diese privaten Waldeigentümer, Korporationen, Privatwaldverbände und Kleinwaldeigentümer, die ohne Steuermittel auskommen, seien nicht mehr in der Lage, mit eigener Kraft die Schäden zu bewältigen, halten nun die Kantonsräte Josef Wiederkehr (CVP, Dietikon), Martin Farner (FDP, Stammheim) und Martin Hübscher (SVP, Wiesendangen) in einer Anfrage fest.

Sie erkundigen sich, ob der Regierungsrat bereit sei, «für die nächsten Jahre zusätzliche Mittel zu sprechen». Dies um betroffene Käferflächen wieder herzustellen und um zukunftsfähige, dem Klima angepasste Jungwälder anzupflanzen und zu pflegen. Im Weiteren regen die Kantonsräte an, dass die kantonale Verwaltung «vermehrt Käferholz für öffentliche Bauten verwenden» könnte. Im Weiteren wollen sie wissen, ob allenfalls Sperrungen von gefährlichen Waldflächen drohen würden.