2. Liga
Schlierens Flaute im ersten Spiel nach dem Sturm – Remis gegen Wädenswil

Nachdem das 2.-Liga-Match gegen Höngg unter der Woche hat abgebrochen werden müssen, zeigt sich das Wetter gegen Wädenswil von seiner Schokoladenseite. Anders Schlieren: Nach Rossis Ausgleichstor hat es für einmal kaum Torszenen.

Raphael Biermayr
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Schlieren-Trainer Antonio Caputo ärgert sich.

Schlieren-Trainer Antonio Caputo ärgert sich.

bier

Das Muster vieler Partien von Schlieren in der laufenden Saison sieht folgendermassen aus: Der Aufsteiger hat zahlreiche Tormöglichkeiten, holt gemessen daran aber zu wenig heraus. Gestern gegen Wädenswil kam eine neue Komponente hinzu.

Erstmals fehlte es fast gänzlich an zwingenden Chancen. Die einzige Ausnahme war Marco Dieners Abschluss in der 72. Minute, als er aus sieben Metern über das Tor schoss. Es war nicht überraschend, dass der Schlieremer Treffer nach einer Standardsituation resultiert war.

Der auffällige Diener schlug einen Eckball vor den nahen Pfosten, wo Simon Rossi mit Wucht einköpfelte. Es war der Ausgleich zum 1:1, nachdem die Wädenswiler per abgefälschten Freistoss in Führung gegangen waren (14.).

Glück für Schlieren

Im Gegensatz zu den Limmattalern hatten die Gäste in der Folge einige aussichtsreiche Möglichkeiten auf den zweiten Treffer. In der 81. und der 84. Minute retteten Torhüter Markus Würsten beziehungsweise Verteidiger Thomas Baumann auf der Linie immerhin den einen Punkt.

«Das Unentschieden heute geht in Ordnung», sagte FCS-Trainer Antonio Caputo dennoch zerknirscht. Er hatte sich nach den Nackenschlägen der vergangenen Wochen mehr ausgerechnet.

Emanuele Preite, zweifacher Limmattaler Torschützenkönig, konnte die Flaute gestern auf Nachfrage nicht erklären. Er blickte lieber auf die Gesamtsituation und machte das fehlende Glück und die erschlaffte Dynamik nach der Aufstiegseuphorie für die unbefriedigende Situation verantwortlich.

«Uns muss einfach wieder einmal ein Spiel gelingen, dann kommt der Rest von allein», ist der bullige Offensivspieler überzeugt. Die nächste Chance winkt bereits am Donnerstag, im nachzutragenden Nachtragsspiel gegen Höngg II (20 Uhr, Zelgli).

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