Urdorf

Seit zehn Jahren sind sie für alle da: Die Kita Limminäscht feiert Jubiläum

Claudia Stämpfli (links) und Kristina Meier leiten gemeinsam die Kita Limminäscht in Urdorf.

Vor zehn Jahren wurde aus der Spital-Kindertagesstätte eine Kita für alle – und mit den Jahren hat sich viel verändert.

In der Nähe vom Urdorfer Bahnhof wird es diesen Samstag laut, denn
die Kita Limminäscht feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Mit einer Hüpfburg, Schminkstunden und Ballonkünstlern lädt die Kindertagesstätte zum Feiern ein. Jung und Alt kommen auf ihre Kosten: Hotdogs, Popcorn und Getränke sollen den Hunger stillen. «Bei der Gelegenheit können wir den Besuchern einen Einblick in unsere Kita gewähren», sagt Claudia Stämpfli. Zusammen mit Kristina Meier leitet sie die Kita.

In den vergangenen zehn Jahren habe sich viel verändert. «Bei der Gründung vor 17 Jahren war die Kita nur für die Kinder der Spital-Mitarbeiter gedacht», erklärt Co-Leiterin Stämpfli. Zur Anfangszeit war die Kita noch in der Nähe des Spitals Limmattal in Schlieren. Sieben Jahre später hätten sich die Bedürfnisse der Spital-Arbeiter geändert und die Nachfrage sei stetig zurückgegangen. «Deswegen wurde dann entschieden, dass es eine Kita werden sollte, die für alle gedacht ist.» Obwohl der Standort von Schlieren nach Urdorf wechselte, ist die Kita sehr nah am Spital Limmattal geblieben. Und noch immer seien einige der 22 Kita-Plätze für sogenannte Spitalkinder reserviert. «Jetzt ist es aber nur noch ein kleiner Teil», sagt Stämpfli.

Individuum statt Kollektiv

Die Kita gehört zu der «Pop-e-Poppa-Gruppe», die in der Schweiz mittlerweile 44 Kindertagesstätten zählt. Die Kitas arbeiten mit dem deutschen Infans-Konzept, das die Frühpädagogik umfasst. «Das heisst, dass wir auf die individuellen Interessen und Begabungen der Kinder eingehen. Es geht um das Kind als Individuum, nicht um das Kollektiv», erklärt die Co-Leiterin. Das Konzept sei der heutigen schnelllebigen Zeit angepasst. Laut Stämpfli und Meier gehen Erzieherinnen heute viel mehr auf die Bedürfnisse der Eltern ein als früher. «Vor zehn Jahren war diese Art von Erziehung noch nicht so ausgeprägt», sagt Stämpfli. Sie weiss, wovon sie redet, denn sie ist seit 16 Jahren in der Branche tätig. Neben ihrer Position als Co-Leiterin betreut sie innerhalb der Kita auch eine Gruppe.

Sechs der insgesamt zehn Kita-Mitarbeiterinnen sind von Anfang an dabei: «Das ist das Tolle: Wir kennen uns und die Philosophie unserer Kita – heutzutage ist das selten.» Unter den zehn Mitarbeiterinnen sind vier Lernende. Doch auch die eingesessenen Erzieherinnen müssten viel Neues lernen, da das Infans-Konzept viele Weiterbildungen mit sich bringe. «Auch nach über 15 Jahren lernen wir nie aus», sagt Stämpfli. Das Attraktive an der Kita Limminäscht sei das Angebot: «Bei uns gibt es spezielle Rahmenbedingungen, die nicht jede Kita hat.» Dazu gehören alternative Öffnungszeiten, Notfallbetreuung, ein wöchentlicher Waldtag, ein Spielgarten und regelmässige Begegnungstage mit Seniorinnen und Senioren. «Unsere Kinder erleben hier sehr viel.»

Die Nachfrage bei «Pop e poppa» sei gross, deshalb käme die Jubiläumsfeier gelegen: «So können interessierte Eltern die Erzieherinnen und die Räumlichkeiten kennen lernen», sagt Stämpfli. Die Feier solle aber auch zeigen, wie sehr sich die Kita in den vergangenen zehn Jahren verändert habe. «Die Kita wird sich in Zukunft noch weiter entwickeln. Es passiert stetig und schneller als früher, genauso wie das echte Leben.»

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