Zürich

Staatsbank wechseln und Negativzins vermeiden – diese Kunden sind bei ZKB unerwünscht

Negativzinsen: Nicht jeder Kunde ist bei der ZKB willkommen

Negativzinsen: Nicht jeder Kunde ist bei der ZKB willkommen

Die Zürcher Kantonalbank ZKB heisst nicht alle Neukunden gleich willkommen. Unerwünscht sind jene Kunden, die nur zur Staatsbank wechseln, um Negativzinsen bei einer anderen Bank zu vermeiden.

An diesen «rein opportunistischen Geldern» sei die Bank nicht interessiert. Diese Neukunden würden genau geprüft. Dann werde individuell entschieden, ob ihnen eine Freigrenze gewährt werde und wie hoch diese ausfalle, schreibt der Bankrat in einer Antwort auf eine Anfrage aus dem Zürcher Kantonsrat.

Bei diesen unerwünschten Kunden handelt es sich jedoch nicht um Kleinsparer, sondern eher um öffentlich-rechtliche Institutionen, institutionelle Kunden, Fonds und reiche Privatkunden.

Der ZKB-Bankrat schreibt weiter, dass er davon ausgehe, dass Kleinsparer und Kleinunternehmen auch in Zukunft keine Negativzinsen zahlen müssten. Allerdings verfasste er diesen Text wohl vor Ausbruch der Corona-Krise. Wie sich diese auswirken wird, ist offen.

Aktuell zahlen rund 2000 bis 3000 ZKB-Kunden Negativzinsen. Dies entspricht einem Anteil von weniger als 0,3 Prozent. Die ZKB belastet diesen Kunden den von der Nationalbank veranlagten Zinssatz von -0,75 Prozent.

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