Uster

Stadt schützt Bäume nach Tod – bis sie komplett zersetzt sind

Sogenannte Biotopbäume wie dieser hier in Uster bieten einer Vielzahl von Lebewesen Nahrung, Schutz oder Lebensraum.

Sogenannte Biotopbäume wie dieser hier in Uster bieten einer Vielzahl von Lebewesen Nahrung, Schutz oder Lebensraum.

Im Bestreben, die Biodiversität zu fördern, führt die Stadt Uster das Konzept der sogenannten Biotopbäume ein. Sie werden über ihr Lebensende hinaus bis zu ihrer natürlichen Zersetzung geschützt. Vorerst 33 Bäume im Stadtwald wurden als Biotopbäume bestimmt.

Diese Bäume dürfen weder gefällt noch genutzt werden, wie die Stadt Uster am Montag mitteilte. Bei vielen von ihnen handelt es sich um geschädigte und überalterte Bäume, die für den Wald aber sehr wertvoll sind.

Die ausgewählten Bäume bieten dank Spechtlöcher, dürrer Kronenteile oder sich ablösender Rinde wichtigen Lebensraum für zahlreiche Pflanzen-, Tier- und Pilzarten – daher der Name Biotopbaum. Solche Bäume dienen beispielsweise seltenen Insekten und Vögeln als Nahrung und Unterschlupf. Auch ein von Efeu umringter Baum ist als Nistplatz für Vögel sehr nützlich und kann als Biotopbaum geschützt werden.

In den nächsten Jahren sollen weitere Bäume als Biotopbäume bezeichnet werden. Mögliche Biotopbäume zu finden, sei aber nicht immer einfach, schrieb die Stadt. Zudem könnten von möglichen Kandidaten nicht immer alle ausgewählt werden. Steht ein Baum etwa zu nahe an einer Strasse, bleibt aus Sicherheitsgründen kein Raum für einen natürlichen Zerfall.

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