Triathlon
Tri Team Limmattal blickt auf erfolgreiche Saisonhälfte zurück

Am vergangenen Wochenende gönnten sich auch die Athleten des Tri Teams Limmattal (TTL) Ferienruhe. Anlass genug, dieses Innehalten für einen Rückblick auf die erste Saisonhälfte zu nutzen.

Raphael Biermayr
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Jürg Mallepell erreicht am Ironman Rapperswil einen von drei Podestplätzen des Tri Teams.zvg

Jürg Mallepell erreicht am Ironman Rapperswil einen von drei Podestplätzen des Tri Teams.zvg

Präsidentin Karen Kleiner zieht generell gesehen eine positive Bilanz: «Mit drei Podestplätzen in den Altersklassen und vielen Finishern über alle möglichen Distanzen sind wir sehr zufrieden.»

Kleiner selbst weist einen grossen persönlichen Erfolg auf. Die Berikerin absolvierte im norwegischen Haugesund ihren ersten Wettkampf über die halbe Ironman-Distanz (1,9Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren, 21,1 Kilometer Laufen) erfolgreich.

In einer Zeit von 5:38:25 Stunden wurde sie Siebte in ihrer Alterskategorie der 35- bis 39-Jährigen. Nun winkt ihr gar die Chance auf einen Start an der Weltmeisterschaft in Las Vegas. Dies, weil die vor ihr klassierten Athletinnen bereits dafür qualifiziert waren oder aber auf einen Startplatz verzichteten. Kleiner müsse nun bei ihrem Arbeitgeber abklären, ob sie in den USA starten könne – schliesslich bedeute das unvorhergesehene Ferien.

Drei Podestplätze

Sicher nach Las Vegas reisen wird indes Heidi Bader aus Oberwil-Lieli, die sich bereits im vergangenen Jahr dafür qualifiziert hat. Mit Barbara Kuster spekuliert eine dritte Frau des TTL auf eine WM-Teilnahme – allerdings über die volle Ironman-Distanz am legendären Wettkampf auf Hawaii. Nach Auskunft von Karen Kleiner werde Kuster in einigen Wochen in Wales an den Start gehen, um sich einen begehrten Platz für das Rennen auf den Vulkaninseln 2013 zu sichern. Die Stadtzürcherin Kuster stand in dieser Saison als Siegerin am Züri Triathlon als eine von drei TTL-Athleten auf dem Podest. Die anderen waren der Urdorfer Jürg Mallepell (Ironman Rapperswil) und der Kirchberger Max Schneble (Triathlon Frauenfeld).

Wohl mindestens so viel wie eine Medaille wert war für zwei Athleten ein Zieleinlauf: Der Weininger Rolf Saxer und der Otelfinger Rolf Menzi bestanden am 15.Juli in heimischen Gefilden ihre erste Probe über die volle Ironman-Distanz.

Michael Huber mit Rieseneffort

Die wohl extremste Leistung innerhalb des Tri Teams Limmattal erbrachte der Badener Michael Huber. Nur sechs Tage nach dem Gigathlon, den er im Zweierteam schaffte, nahm er als Einzelstarter am Altriman in den Pyrenäen teil: ein Wettkampf über die volle Ironman-Distanz mit allein 5000 Höhenmetern auf dem Rad. Huber schaffte diese Herausforderung. Nach 16:06 Stunden kam er ins Ziel. Präsidentin Kleiner ist beeindruckt und lobt den Vereinskollegen: «Hut ab!» Huber selbst schrieb in einer Mitteilung nach dem Zieleinlauf: «Hätte ich das Sightseeing ausgelassen, wäre eventuell das Altersklasse-Podium drin gewesen.» Und vermutlich durchaus genüsslich fügte er hinzu: «Der Gigathlon war dagegen Kindergarten.»

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