Dietikon

Trotz Corona lädt die Buchhandlung Scriptum zu zwei Wohnzimmerlesungen

Corinne Frischknecht, Inhaberin der Buchhandlung Scriptum, freut sich sehr, dass die beiden Lesungen trotz Corona stattfinden.

Corinne Frischknecht, Inhaberin der Buchhandlung Scriptum, freut sich sehr, dass die beiden Lesungen trotz Corona stattfinden.

Im Rahmen des Buch- und Literaturfestivals «Zürich liest» finden heute und morgen zwei Lesungen im Scriptum statt. Eine Schweizer Autorin und ein Autor präsentieren ihre Werke.

Trotz steigender Coronafall­zahlen finden noch Veranstaltungen statt: In der Dietiker Buchhandlung Scriptum laden heute Donnerstag und Freitag zwei Lesungen im Rahmen des Festivals «Zürich liest» zum Zuhören ein. «Es werden zwei ganz tolle ­Autoren bei uns zu Gast sein», sagt Scriptum-­Inhaberin Corinne Frischknecht. Die Lesungen werden im sogenannten Wohnzimmer der Buchhandlung stattfinden und demnach eher familiär ausfallen.

«Wir rechnen einmal mit rund 15 und einmal mit etwa 20 Zuschauern», sagt Frischknecht. «Es gab einige Abmeldungen wegen Corona. Wir wollten aufgrund der Pandemie aber von Anfang an nicht viel mehr Publikum.»

An der Lesung am Donnerstag um 19.30 Uhr, für die noch ein paar Plätze frei sind, wird der Berner Autor Benedikt Meyer seinen ersten Roman «Nach Ohio» präsentieren. Der Historiker erzählt darin aus dem Leben seiner Urgrossmutter um 1890. «Ich habe Meyer schon an einer Lesung in Schlieren gehört, er liest wirklich toll», sagt Frischknecht. Besonders freue sie sich, dass Meyer auch Bildmaterial, das in Zusammenhang mit dem Roman steht, mit den Zuschauerinnen und Zuschauern teilen wird.

Das Festival findet zum zehnten Mal statt

Am Freitag steht die Emmentaler Autorin Christine Brand auf dem Programm. Sie liest aus ihrem neuen Krimi «Die Patientin», der Nachfolger des Bestsellers «Blind». Dieser war im Jahr 2019 der meistverkaufte Krimi in der Buchhandlung. «Christine Brand ist eine Schweizer Autorin, der der Durchbruch gelungen ist», sagt Frischknecht. «Und das ist nicht so einfach.»

Im Rahmen des Buch- und Literaturfestivals «Zürich liest» ­finden vom 21. bis 25. Oktober verschiedene Lesungen, Ausstellungen, Workshops und Apéros in und um Zürich statt. Es ist die zehnte Auflage des Festivals, das aus der 2001 erstmals durchgeführten «Langen Nacht der kurzen Geschichten» entstand. Diese wurde von Mitgliedern des Zürcher Buchhändler- und Verlegervereins ZBVV organisiert. «Ich freue mich extrem, dass wir den Mut haben, die Lesungen trotz der momentanen Lage durchzuführen», sagt Frischknecht. Seit März haben keine Lesungen mehr stattgefunden im Scriptum. «Im September wäre eine deutsche Autorin zu uns in die Buchhandlung gekommen. Aber sie musste wegen der Coronakrise absagen», sagt sie. «Den Au­toren, deren Lesungen wegen Corona ausfallen mussten, versuchen wir, nächstes Jahr eine zweite Chance zu geben.»

Zum Schutzkonzept der Lesungen gehört, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer im Scriptum Masken tragen müssen. «Zudem wird der Apéro im Anschluss coronakonform sein, man könnte ihn den Leuten auch einzeln in die Hand drücken», sagt Frischknecht. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Publikum dieses Mal wohl nur halb so gross. Trotzdem sei es ihr sehr wichtig gewesen, dass die Lesungen stattfinden. Dies, obwohl sich die Durchführung finanziell nicht lohne. «Man kann doch nicht alles absagen», sagt sie. «Die Leute schätzen es, wenn noch Anlässe stattfinden und sie aus dem Haus raus­kommen.»

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