Oberengstringen

Wenn Ratsherren mit Armbrüsten schiessen: Diese Limmattaler Gemeinde traf am genauesten

Die Aescher Gemeinderätin Janine Vannaz (CVP) zielt auf die 30 Meter entfernte Zehner-Scheibe: Sie erreichte 41 Punkte und verpasste den Sieg knapp.

Zum zehnten Mal haben sich Limmattaler Behördenmitglieder zum bezirksinternen Schiessen getroffen.

Gestern Abend haben sich rund 50 Limmattaler Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, Gemeindeschreiber sowie Vertreter der Bezirksbehörden und des Bezirksgerichts auf dem Schiessstand der Armbrustschützen Oberengstringen getroffen: Es stand das mittlerweile zehnte jährliche bezirksweite Ratsherrenschiessen an.

Der Anlass, der zum unkomplizierten Austausch unter den Behördenmitgliedern und auch zum geselligen Beisammensein genutzt wird, findet jeweils in der Gemeinde statt, die das letzte Siegerteam stellt. Es sei ja kein Wunder, auf welcher Seite der Limmat das Schiessen bislang öfters stattgefunden habe, sagte André Bender (SVP) lachend, der als Gemeindepräsident von Oberengstringen der Gastgeber war. Sechsmal blieb der Pokal bislang auf der rechten Limmatseite, erst dreimal wanderte er auf die linke. Wer besser schiesse, der sei nicht automatisch der bessere Gemeinderat, merkte ein Teilnehmer von der anderen Limmatseite an – ebenfalls schmunzelnd.

Peter Gloor instruiert Rahel von Planta (FDP): Sie erzielte dann gleich 42 Punkte.

Peter Gloor instruiert Rahel von Planta (FDP): Sie erzielte dann gleich 42 Punkte.

Und in diesem lockeren, humorvollen Stil ging es weiter. Als ein Geschoss des Schlieremer Stadtpräsidenten Markus Bärtschiger (SP) statt auf der Scheibe im Gras landete, frotzelte ein Bürgerlicher: «Typisch, zu weit links.» Und als Rahel von Planta (FDP), Gemeindepräsidentin von Oetwil, den Platz tauschte, da sie mit dem linken Auge besser zielen konnte, witzelten die linken Politiker: «Du bist in der falschen Partei!»

Das Dietiker Siegerteam mit dem begehrten Wanderpokal.

Das Dietiker Siegerteam mit dem begehrten Wanderpokal.

Die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sieben Versuche, um die 30 Meter entfernte Scheibe zu treffen, wobei unter kundiger Anleitung von Peter Gloor und seinen Vereinskollegen die meisten ins Schwarze trafen. Fünf der Versuche zählten pro Person (maximal 50 Punkte). Die drei besten Resultate aus einer Gemeinde wurden als Teamresultat gewertet. Dabei schwang bei der zehnten Austragung für einmal wieder die linke Limmatseite obenauf. Und wie: Sie war alleine auf dem Podest vertreten. Uitikon erreichte den dritten Rang (123 Punkte), Aesch belegte den zweiten Platz (127 Punkte), und Dietikon sicherte sich ganz knapp den Sieg (128 Punkte). Rahel von Planta wurde mit 42 Punkten als beste Schützin des Anlasses ausgerufen, der Urdorfer Gemeinderat Hans Stutz (SVP) mit fünf Neunern und damit 45 Punkten als bester Schütze.

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