Schlieren
Zu 111-jährigem Jubiläum: Genossenschaft spendet 11'111 Franken und 11 Rappen

Das geplante Jubiläumsfest der Gipser- und Malergenossenschaft Zürich fiel wegen Corona ins Wasser. Darum hilft diese nun der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe, beeinträchtigten Kindern einen Wunsch zu erfüllen.

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Verwaltungsrat Richard Lipp, Lucia Wohlgemuth und Peter Mächler zeigten sich an der gestrigen Check-Übergabe in Schlieren freudig.

Verwaltungsrat Richard Lipp, Lucia Wohlgemuth und Peter Mächler zeigten sich an der gestrigen Check-Übergabe in Schlieren freudig.

Sandra Ardizzone

Die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe darf sich über eine Spende der Gipser- und Malergenossenschaft Zürich (GMGZ) von 11111 Franken und 11 Rappen freuen. Dieser Betrag kam aus aktuellem Anlass zustande: Die GMGZ mit Sitz in Schlieren feiert dieses Jahr ihr 111-jähriges Bestehen. Dem im Juni geplanten Jubiläumsfest machte die Coronapandemie einen Strich durch die Rechnung. «Als klar war, dass auch aus dem Verschiebetermin im September nichts wird, haben wir uns stattdessen für eine Spende entschieden», sagt Geschäftsleiter Peter Mächler. Am Montag überreichte er der Geschäftsleiterin der Stiftung einen Check am GMGZ-Sitz in Schlieren.

Für die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe habe sich die Firma entschieden, weil Kinder mit einer Krankheit oder Behinderung im Vordergrund stehen, sagt Mächler. Nach der endgültigen Festabsage sei es ganz schnell gegangen: «In zwei Sitzungen mit dem Verwaltungsrat haben wir per Mehrheitsentscheid die Kinderhilfe Sternschnuppe ausgewählt und Anfang Dezember mit ihnen Kontakt aufgenommen.» Dass das sportliche Ziel, die Spendenübergabe noch vor Weihnachten durchzuführen, erfüllt werden konnte, freut Mächler ganz besonders. «Wir kennen schnelle Entscheidungswege aus unserem Firmenalltag», sagt er und lacht.

«Uns war wichtig zu wissen, dass das gespendete Geld an einen guten Ort gelangt», sagt Mächler. Dass die Genossenschaft ihr Jubiläumsfest absagen musste, sei natürlich schade. Umso grösser sei die Freude, der Kinderhilfe Sternschnuppe mit dem von der Firma zur Verfügung gestellten Geld eine Spende machen zu können. «Ich sehe die Situation mit einem weinenden und einem lachenden Auge an», sagt er.

Bis zu 200 Wünsche erfüllt die Stiftung jährlich

«Uns ist es eine grosse Freude und Ehre, so eine grosszügige Spende der GMGZ zu erhalten», sagt Lucia Wohlgemuth, Geschäftsleiterin der Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe. Die 1993 gegründete Stiftung sei die erste ihrer Art in der Schweiz gewesen. Jährlich erfüllt sie 180 bis 200 Kindern mit einer Behinderung oder einer Krankheit Herzenswünsche.

«Unser Ziel ist es, den Kindern Freude und Abwechslung zu bereiten», sagt Wohlgemuth. So organisieren sie für die Betroffenen zum Beispiel ein Treffen mit Mickey Mouse, einen Helikopterflug oder einen Trainingsbesuch bei der Patrouille Suisse. Einer der 80 freiwilligen Helfern der Stiftung sei jeweils als Begleitung mit dabei.

Wegen Corona hätten zwar einige Wunscherfüllungen verschoben werden müssen, sagt Wohlgemuth. «Trotzdem ist es uns wichtig, nicht alles aufzuschieben. Schliesslich wissen wir nicht, wie lange diese Situation noch andauert.» Die Zusammenarbeit der Sternschnuppe und der GMGZ freut beide Seiten: «Eine weitere Spendenaktion schliessen wir nicht aus», sagt Mächler.