Schweiz

Zürcher Bevölkerung: Das Limmattal wächst am meisten – Kirchen verlieren Mitglieder

Die Bevölkerung der Stadt Zürich ist, wie der gesamte Kanton, weiter gewachsen.

Die Bevölkerung der Stadt Zürich ist, wie der gesamte Kanton, weiter gewachsen.

Gemäss jüngsten Erhebungen ist der Kanton Zürch Ende 2019 um 1,3 Prozent gewachsen. Dabei schwingt das Limmattal obenauf. Weiterhin abnehmend ist die Anzahl an Katholiken und Reformierten.

(dpo) Letztes Jahr ist die Bevölkerung des Kantons Zürichs um 19'600 auf 1'536'400 Personen gewachsen. Mit 1,3% hat sich die Wachstumsrate gegenüber dem Vorjahr 2018 um 0,1% leicht erhöht. Das entspreche etwa dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre, teilte das Statistische Amt des Kantons am Freitag mit.

Hauptursache für das Wachstum sei die Zuwanderung aus dem Ausland sowie aus der übrigen Schweiz. Die Wanderungsgewinne machen etwa 70 Prozent des Zuwachses aus, den Rest trägt der Geburtenüberschuss bei.

Die Stadt Zürich ist um 5‘100 Personen gewachsen und zählt neu 419‘000 Einwohnerinnen und Einwohner. Ebenfalls kräftig zugelegt haben Winterthur mit rund 1'400 und Bülach mit 1'000 Personen.

Das Limmattal wächst weiter

Prozentual am meisten zugelegt haben die Regionen Limmattal, Glattal und das Unterland mit je 1,7%. Am wenigsten gewachsen sind das Weinland und das Oberland mit 0,5 respektive 1%. Betrachtet man die Gemeinden im Einzelnen, sind Uitikon mit 7,7% Aesch mit 6,8% und Kappel mit 5,4% am meisten gewachsen.

Das Limmattal zählt neu 92'337 Einwohnerinnen und Einwohner.

Das Limmattal zählt neu 92'337 Einwohnerinnen und Einwohner.

Die Zahl der ausländischen Staatsangehörigen belief sich Ende 2019 auf 413'800 Personen. Dies entspreche laut Statistischem Amt einem Ausländeranteil von 26,9%, 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Der Grossteil der ausländischen Bevölkerung (67,2%) stammt aus einem EU- oder EFTA-Staat. 16,2% kommen aus dem übrigen Europa und 16,6% aus der übrigen Welt. Deutschland und Italien stellen mit 88‘400 respektive 56‘000 Personen die grössten ausländischen Bevölkerungsgruppen, danach folgt Portugal.

Wie bereits im Vorjahr hat die Zahl der deutschen Staatsangehörigen leicht abgenommen. Zwar seien mehr Deutsche zu- als weggewandert, doch viele Ansässige hätten sich einbürgern lassen, und zählen daher in der Statistik neu zu den Schweizern.

Weniger Katholiken und Reformierte

Ende 2019 war die Bevölkerung zu 27,1% evangelisch-reformiert und zu 24,8% römisch-katholisch. Beide Kirchen hätten durch Austritte und Sterbefälle Mitglieder verloren, die evangelisch-reformierte 0,9%, die römisch-katholische 0,7%.

Stark zugelegt hat hingegen die Gruppe der Personen mit anderer oder ohne Konfession. Sie ist um 33'800 Personen gewachsen und macht neu 47,8% der Bevölkerung aus.

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