Wenn die Qualität der Hochschulen gehalten werden wolle, brauche es mehr Geld. Mit neuen staatlichen Mitteln sei aber derzeit nicht zu rechnen. «Und irgendwoher muss das Geld ja kommen», begründete SVP-Kantonsrat Rochus Burtscher (Dietikon) die Motion.

Bisher betrugen die Gebühren an der Universität und an den Fachhochschulen 720 Franken pro Semester. Die SVP wollte diese auf 1220 Franken erhöhen. Unterstützung erhielt die Partei allerdings nur von der EDU. Alle anderen Parteien waren dagegen. Der Vorstoss wurde schliesslich mit 124 zu 44 Stimmen abgelehnt.

Im Budget der Uni mache eine Erhöhung um 500 Franken nur 2 Prozent aus, also fast nichts, sagte Sylvie Matter (SP, Zürich). Bei den Studierenden sehe es anders aus. «Wer meint, dass eine Erhöhung um 1000 Franken pro Jahr kein Problem sei, lebt in einer anderen Welt.» Die Fähigkeit müsse zählen, nicht das Portemonnaie der Eltern.

Die FDP befürchtete, dass der Schuss nach hinten losgehen könnte. Bei einer Gebührenerhöhung würden Studierende vermehrt in anderen Kantonen studieren. «Dann erhalten unsere Hochschulen weniger Geld vom Bund und müssen unter dem Strich mit weniger auskommen», sagte Alexander Jäger (Zürich).

Grünliberale Partei: Besser Studiendauer beschränken

Die GLP ist zwar nicht grundsätzlich dagegen, die Kosten pro Studienabschluss zu senken. Die Erhöhung der Semestergebühren sei aber der falsche Weg. «Besser wäre, die Studiendauer zu beschränken», sagte Christa Stünzi (Horgen).

An der ETH wurde eine Erhöhung der Semestergebühren hingegen schon im vergangenen Jahr beschlossen. Die Gebühren werden nun seit diesem Frühling stufenweise erhöht. Ab dem Herbstsemester 2020 kostet ein Semester an der ETH dann 730 Franken. Bisher waren es 580 Franken. Ursprünglich hätten die Gebühren verdoppelt werden sollen. Nach Studierenden-Protesten wurde aber ein Kompromiss geschlossen. (sda)