Stadtfest

Züri-Fäscht 2019: Private Drohnen hielten die Polizei auf Trab

Trotz 2,5 Millionen Besuchern gab es am Züri Fäscht nur wenige gravierende Zwischenfälle.

Trotz 2,5 Millionen Besuchern gab es am Züri Fäscht nur wenige gravierende Zwischenfälle.

Sämtliche Dienstabteilungen des Stadtzürcher Sicherheitsdepartementes ziehen eine positive Schlussbilanz zum Züri Fäscht 2019. Für Aufregung sorgten am Sonntag vorübergehend einige Kinder, die im Trubel ihre Eltern verloren hatten.

Die Tränen konnten jedoch bei allen Beteiligten getrocknet werden. Rund ein halbes Dutzend Kinder sei wieder mit den Eltern vereint worden, teilte das Sicherheitsdepartement am Montag mit.

Am Sonntag besuchten nochmals mehrere hunderttausend Besucherinnen und Besucher das Züri Fäscht - insgesamt kamen 2,5 Millionen. Bis zum Festschluss um 23 Uhr kam es gemäss Mitteilung zu "keinen gravierenden Zwischenfällen". Die Stadtpolizei hatte deutlich weniger zu tun als an den beiden Vortagen.

Kurz vor 19 Uhr wurde die Angestellte eines Schiessstandes am Utoquai durch eine Unachtsamkeit von einem Projektil eines Luftgewehrs leicht an der Hand verletzt.

Private Drohnen im Visier der Polizei

Der Betrieb von privaten Drohnen, die über dem Festgelände eingesetzt wurden, beschäftigte die Stadtpolizei insbesondere am Samstag. Während des ganzen Tages wurden mehrere Dutzend Drohnen gesichtet. Vereinzelt konnten die Piloten kontrolliert werden. Entsprechende Verzeigungen werden nun geprüft. Die Stadtpolizei hat sich dieser Thematik angenommen und prüft für kommende Grossanlässe Massnahmen.

An den acht Sanitätsposten von Schutz & Rettung wurden insgesamt 659 Patientinnen und Patienten medizinisch behandelt, das sind 99 Patienten mehr als 2016. In den meisten Fällen handelte es sich um Verletzungen wie Schürfungen und Schnittwunden (238), Prellungen und Stauchungen (116) sowie Blasen oder Insektenstiche (69).

Insgesamt 27 Personen mussten infolge von Kreislaufproblemen medizinisch versorgt werden. In 67 Fällen wurden die Patientinnen und Patienten zur weiteren Behandlung hospitalisiert (79 Einweisungen in 2016). Schwere Verletzungen gab es wenige. Gravierend waren die Behandlungen infolge gewalttätiger Auseinandersetzungen, bei welchen es zu Stichverletzungen und in zwei Fällen zu einem Schädelhirntrauma kam.

Hunderte zusätzliche Mitarbeitende

Wie so oft an grossen Sommeranlässen gab es auch Behandlungen zu verzeichnen, welche durch übermässigen Alkoholkonsum verursacht wurden. Über die gesamten drei Tage waren es 100 Personen, die deswegen an einem der Sanitätsposten behandelt wurden. 36 Personen (22 in 2016) wurden anschliessend zur Überwachung und Ausnüchterung in die Notunterkunft von Schutz & Rettung überführt.

Um den Betrieb im Festgelände sicherstellen zu können, waren an allen drei Tagen jeweils mehr als 400 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schutz & Rettung, der Milizfeuerwehr, dem Zivilschutz sowie dem Rettungsdienst Schwyz und anderen Partnerorganisationen im Einsatz.

Um das gesamte Einsatzvolumen rund um das Züri Fäscht sowie den Tagesbetrieb in der Stadt Zürich jederzeit sicherstellen zu können, sind zeitweise mehr als zehn zusätzliche Rettungsfahrzeuge eingesetzt worden.

Die Feuerpolizei stand am Freitag und Samstag mit zwölf Mitarbeitenden im Einsatz. Diese kontrollierten die Standbauten und Sicherheitseinrichtungen der Festwirte und Marktbetreiber sowie die Fluchtwege auf dem Festgelände. Verschiedentlich gab es Mängel zu verzeichnen, die jedoch grösstenteils sofort behoben werden konnten. Nachkontrollen fanden auch während dem ganzen Festbetrieb statt.

Die für das Verkehrskonzept verantwortliche Dienstabteilung Verkehr zieht ebenfalls ein positives Fazit. Für das nächste Züri Fäscht wird sie lediglich einige Anpassungen am Verkehrskonzept in Betracht ziehen.

Das nächste Züri Fäscht findet in drei Jahren statt, vom 1. bis 3. Juli 2022.

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