Lockerung

Zürich hebt Personenbeschränkung für Badis auf – und setzt auf Eigenverantwortung

Zürcher Flussbadis wie am Unteren Letten sind derzeit voll ausgelastet. Ab Freitag dürfen noch mehr Leute rein.

Zürcher Flussbadis wie am Unteren Letten sind derzeit voll ausgelastet. Ab Freitag dürfen noch mehr Leute rein.

Ab Freitag hebt die Stadt Zürich die Personenbeschränkung in allen Bädern auf. Die Stadt setzt dabei auf die Eigenverantwortung der Badegäste. Personen mit Krankheitssymptomen dürfen die Bäder aber nach wie vor nicht betreten.

Wer dieser Tage die normalerweise gratis und frei zugängliche Flussbadi auf der Zürcher Werdinsel aufsuchte, musste einen Umweg machen: Der Zugang vom Höngger Wehr war noch abgesperrt; offen war nur der Haupteingang via Kloster-Fahr-Weg. Und beim Eingang zählte ein Bademeister per Handy, wie viele Badegäste schon drin waren – und wie viele noch reindurften. Die Zahlen wurden in Echtzeit online übertragen.

Am Freitag hebt die Stadt Zürich die Zutrittsbeschränkungen in allen Stadtzürcher Badis auf, wie das städtische Sportamt gestern mitteilte. Auch für die Hallenbäder gibt es ab Freitag keine Besucherlimite mehr. Grund sind die vom Bundesrat am 19. Juni bekannt gegebenen Lockerungen der Massnahmen zum Schutz vor Corona.

Die Badegäste sind aber weiterhin angehalten, auf Abstand zu achten: Näher als 1,5 Meter sollten sie einander nicht kommen, ausser es handelt sich um Familien, die im Alltag ohnehin nahe beieinander sind. Die Stadt setzt punkto Abstandsregel auf die Eigenverantwortung der Badegäste, wie Sportamtssprecherin Manuela Schläpfer auf Anfrage sagte. Personen mit Krankheitssymptomen dürfen die Bäder weiterhin nicht betreten, heisst es weiter in der Mitteilung.

Online-Infos zu aktuellen Besucherzahlen bleiben

Mit dem neuen Schutzkonzept ist ab Freitag in den Zürcher Badis wieder fast alles wie vor der Coronapandemie. Doch eine Neuerung wird in leicht angepasster Form beibehalten: Badegäste können sich online unter sportamt.ch/badi-aktuell  vorab informieren, wie voll das Bad ihrer Wahl jeweils gerade ist. So können Stosszeiten umgangen werden.

Mit den bislang wegen Corona reduzierten Kapazitäten hiess es in kleineren Badis bei schönem Wetter zuletzt öfter mal warten, bis es wieder Einlass gab. So waren zuletzt etwa in den Flussbädern Oberer und Unterer Letten sowie im Frauenbad Stadthausquai die reduzierten Kapazitäten voll ausgelastet.

Ab Freitag gibt es zwar offiziell keine Kapazitätsbeschränkung mehr. Doch um den gebotenen Abstand einhalten zu können, empfiehlt sich weiterhin ein Blick auf die online ersichtlichen Badi-Auslastungen.

«Insgesamt ist in den städtischen Bädern genug Platz vorhanden», sagt Schläpfer. So fasse das Strandbad Mythenquai unter Einhaltung der neuen Abstandsregeln über 10000 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig. Mehr seien dort letztes Jahr nur an drei Tagen gewesen – und das jeweils verteilt über einen ganzen Tag.

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