«Critical Mass»
Tausende Velofahrer blockieren den Verkehr in Zürich – mindestens ein Verletzter

Am Freitagabend versammelten sich mehrere tausend Velofahrende und fuhren gemeinsam durch die Innenstadt von Zürich. Sie blockierten dabei diverse wichtigen Verkehrs- und Rettungsachsen. Es kam zu langen Wartezeiten und zwei Unfällen. Mindestens eine Person wurde verletzt.

Drucken
Teilen


10 Bilder

Sandro Büchler

Ab etwa 18.30 Uhr versammelten sich Velofahrende auf der Stadthausanlage. Wie Stadtpolizei Zürich mitteilt, hätten Dialogteams umgehend Kontakt mit den Anwesenden aufgenommen und auf die Covid-Vorgaben hingewiesen. Diese seien allerdings ignoriert worden. Nur vereinzelt wurden Masken getragen.

Gegen 19.25 Uhr setzten sich mehrere hundert Personen auf ihren Velos in Bewegung. Die Route führte über die Quaibrücke zum Limmatquai. Dort schlossen sich weitere Velofahrende dem Umzug an. Auch der Zulauf zur Stadthausanlage brach zu diesem Zeitpunkt noch nicht ab. Als der Schluss des Umzugs die Stadthausanlage verliess, war dieser bereits auf mehrere tausend Personen angewachsen.

Video Unit

Auf der gesamten Route durch die Stadtkreise 1, 4, 5, 10, 3 und 2 wurden immer wieder Verzweigungen blockiert. Dabei wurde auch auf den öffentlichen Verkehr keine Rücksicht genommen. Laut Polizei kam es mehrfach zu verbalen Provokationen gegenüber dem motorisierten Individualverkehr. Bei der Einsatzzentrale gingen mehrere Anrufe von wütenden Autofahrerinnen und Autofahrern ein, die teilweise bis zu einer Dreiviertelstunde blockiert wurden. Die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten konnten mehrheitlich schlichten und Tätlichkeiten verhindern.

Um 20.00 Uhr fuhr jedoch ein Autofahrer Höhe Kaserne auf der Kasernenstrasse im Kreis 4 aus noch unbekannten Gründen einen Velofahrer an. Dieser wurde dabei leicht verletzt. Gegen 21.45 Uhr ereignete sich ein weiterer Unfall an der Verzweigung Lang-/Militärstrasse. Die Beteiligten entfernten sich jedoch bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte vom Unfallort.

Aktuelle Nachrichten