Zwischenbilanz

Dem Regen zu trotz: Hundertausende feiern am Züri-Fäscht

Am Freitag war das Wetter perfekt für das erste Feuerwerk: Ein farbiger Funkenregen ergoss sich über den Köpfen der Züri-Fäscht-Besucher. Am Samstag waren es dann auch Regentropfen, die auf die Köpfe der Feiernden fiel. Diese schien das nur bedingt zu stören.

Die Bedingungen für das grosse Feuerwerk im Zürcher Seebecken am Freitagabend waren perfekt. Während einer halben Stunde knallten am klaren Nachthimmel die Feuerwerkskörper und die farbigen Funkenregen ergossen sich über den Köpfenden der staunenden Masse. Dazu liefen Hits wie David Bowies «Starman» oder Van Halens «Jump».

Es war das erste Highlight des grössten Festes der Schweiz, das am späten Freitagnachmittag begonnen hatte und bis am Sonntagabend um 23 Uhr andauert. Für romantische Stimmung sorgen dabei die Feuerwerke.

Dass in diesem Jahr beim Züri-Fäscht gleich drei Feuerwerke zu bestaunen sind, haben die Festbesucher nicht (nur) den protzigen Zürchern zu verdanken, sondern auch dem Sicherheitskonzept. Das Programm wurde örtlich und zeitlich stärker gestaffelt, damit sich das Publikum besser verteilt. Aus diesem Grund ist auch das Festareal erweitert worden.

Das Konzept schien für die Sicherheitsbehörden aufzugehen. In einer ersten Bilanz sprach die Zürcher Stadtpolizei von einem insgesamt «friedlichen und fröhlichen Fest ohne gravierende Zwischenfälle». Es sei allerdings wegen Streitereien, Tätlichkeiten, einem Raubversuch und sexuellen Belästigungen zu einzelnen Polizeieinsätzen und Verhaftungen gekommen.

Züri Fäscht von oben: Besucher bleiben wegen Regen weg

Züri Fäscht von oben: Besucher bleiben wegen Regen weg

Der zweite Tag des Züri Fäschts ist trüb und verregnet. Die Flugaufnahmen am späten Nachmittag zeigen: Es sind deutlich weniger Besucher gekommen als erwartet.

Am Samstag ist den Sicherheitskräften zudem entgegengekommen, dass das Wetter nicht mehr allzu freundlich war, denn Regen ist zumeist der beste Polizist. Er verhängte der Stadt aber nicht gerade eine Sperrstunde. Trotz des Regens strömten auch am Samstag zahlreiche Festbesucher in die Zürcher Innenstadt, feierten fröhlich und genossen das reichhaltige Programm des Züri-Fäscht.

So verfolgten beispielsweise zahlreiche Eltern und ihre Kinder in Regenanzügen und mit aufgespannten Schirmen die Drachenbootrennen bei der Rudolf-Brun-Brücke auf der Limmat und feuerten die Teams an. Andere vergnügten sich auf den zahlreichen Bahnen und den Riesenrädern an den verschiedenen Chilbi-Standorten. Und besonders hartgesottene Festbesucher tanzten nach einer Freinacht bereits am Vormittag wieder zu elektronischen Beats vor den Musikbühnen. (RED)

Zum Bestaunen: Das Feuerwerk am Züri-Fäscht

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