Zürich

Der Zirkus Knie bleibt etwas länger in der Stadt – sagt Auftritte in Winterthur ab

Nadeschkin vom Komikerduo Ursus und Nadeschkin bei der September-Premiere des Zirkus Knie in Bern: An der Maskenpflicht stören sich die Besucherinnen und Besucher nicht.

Nadeschkin vom Komikerduo Ursus und Nadeschkin bei der September-Premiere des Zirkus Knie in Bern: An der Maskenpflicht stören sich die Besucherinnen und Besucher nicht.

Aus Kostengründen wird der Tourneeplan gestrafft. Das Knie-Gastspiel in Winterthur entfällt in diesem Jahr.

Der Zirkus Knie hat am Montag damit begonnen, sein grosses Zelt in der Stadt Zürich aufzuschlagen. Dabei wurde auch bekannt, dass die wegen der Coronapandemie erst im September begonnene Tournee erneut leicht angepasst wird. Das geplante dreitägige Gastspiel in Winterthur, das zwischen Zürich und St.Gallen vorgesehen war, entfällt nun definitiv.

«Wir haben die Möglichkeit, vier Tage länger in Zürich zu bleiben», sagte Fredy Knie Junior gegenüber dem «Landboten». Die Chance auf die zusätzlichen Spieltage nutze der Zirkus, weil so die Kosten optimiert werden könnten. Ein zusätzlicher teurer Zeltaufbau und -abbau falle damit weg. Die Absage des Winterthurer Gastspiels sei nicht einfach gewesen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Sie sei aber nötig, «um die verkürzte Tournee und die damit verbundene Reisezeit möglichst effizient zu planen».

Bis Ende Dezember wird der Zirkus Knie damit noch in Zürich, St.Gallen, Wil, Rapperswil, Zug und Luzern Halt machen. Zuvor hatte er in Bern, Aarau und Chur sein Programm gezeigt. Im Vergleich zu einem normalen Zirkusjahr ist dies eine kurze Tour: «Leider mussten wir in diesem sehr speziellen Jahr mehrere Gastspiele – nicht nur in der Romandie und im Tessin – ganz streichen», heisst es in der Medienmitteilung.

Mit dem aktuellen Schutzkonzept kann der Zirkus Knie in Zürich pro Vorstellung 2000 Personen ins Zelt lassen, das maximal 2344 Zuschauer fasst. Wie dies in den anderen Städten aussehen wird, ist noch Teil der weiteren Abklärungen.

Derzeit gilt auf dem Veranstaltungsgelände und während der Vorstellung eine Maskenpflicht ab zwölf Jahren. Von allen Besuchern werden beim Ticketkauf die Kontaktdaten erhoben. Das Zelt ist in verschiedene Sektoren unterteilt, jeder Sitzplatz ist nummeriert. Zudem stehen mehr sanitäre Anlagen und Verpflegungsstände zur Verfügung. Und in der Zeltkuppel wurden drei Lüftungen installiert, um die Luftzirkulation zu optimieren. Damit genügend Platz für die Zirkusbesucher zur Verfügung steht, ist in diesem ersten Coronajahr auch kein fahrender Zoo dabei.

Die verkürzte Saison – statt von März bis November nur von September bis Dezember – schlägt sich auch in der Zirkuskasse nieder. Im vergangenen Jahr, als der Zirkus sein 100-jähriges Bestehen feierte, sei «die beste Saison in unserer Geschichte gewesen», sagte Fredy Knie junior gegenüber SRF. Dieses Jahr sei nun die schlechteste Saison. «Der Zirkus Knie hat zwar Reserven, doch diese werden irgendwann aufgebraucht sein.» Auch wenn sich die kurze Tour wohl nicht rechnen werde, sei diese ein Zeichen, dass das Leben weitergehe. «Die Behörden und die Bevölkerung schätzen es, dass wir weitermachen.»

Deshalb sind die Schutzmassnahmen für die einzelnen Zuschauerinnen und Zuschauer auch nicht weiter schlimm, wie Knie weiter sagte. Die Rückmeldungen seien eindeutig: «Die meisten Besucher haben nach fünf Zirkus-Minuten vergessen, dass sie eine Maske tragen.»

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