Zürich

Elektronische Baugesuche sind ein Erfolg – Kanton geht nun nächsten Schritt

Elektronische Baugesuche sollen Papierdokumente ersetzen. Der Kanton hat nun Bilanz gezogen. (Symbolbild)

Elektronische Baugesuche sollen Papierdokumente ersetzen. Der Kanton hat nun Bilanz gezogen. (Symbolbild)

Der Kanton Zürich zieht eine erste positive Bilanz bezüglich E-Baugesuche. Zu den Pilotgemeinden gehört unter anderem Aesch.

Seit Februar dieses Jahres können im Kanton Zürich Baugesuche über die Webplattform «eBaugesucheZH» elektronisch eingereicht werden. Die Plattform steht den Gemeinden und Gesuchstellenden gratis zur Verfügung. Die Gemeinde Aesch sowie 13 weitere Ortschaften setzen sie bereits ein. Die Plattform werde «als zukunftsweisende und benutzerfreundliche Online-Dienstleitung wahrgenommen», schreibt die kantonale Baudirektion in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. «Sie bietet Transparenz in Bezug auf den Bearbeitungsstatus von Baugesuchen und ermöglicht eine effiziente Kommunikation mit allen Beteiligten.»

Ende September wird der Kanton eine neue Produktversion veröffentlichen. In diese sind die Rückmeldungen der ersten angeschlossenen Gemeinden eingeflossen. Weitere Gemeinden werden dann das Angebot nutzen, unter anderem die Städte Winterthur und Zürich.

Es braucht zwei Kopien in Papierform

Technisch wäre die Plattform bereits in der Lage, einen volldigitalen Baubewilligungsprozess zu ermöglichen. Dennoch werden nach wie vor auch Papierdokumente benötigt: Die Gesuch­stellenden müssen zusätzlich zur digitalen Eingabe auch zwei Papierexemplare des Baugesuchs, der Unterlagen und der von Hand unterschriebenen Eingabequittung einreichen. Denn im Kanton Zürich fehlen derzeit die rechtlichen Grundlagen, die ein elektronisches Handeln im Verwaltungsverfahren zulassen würden.

Um einen durchgängig elektronischen Baubewilligungsprozess zu ermöglichen, sollen nun diverse Gesetze und Verordnungen angepasst werden. Die Baudirektion hat deshalb das Projekt «eBaugesucheZH – volldigital» lanciert. Gemeinden, Gesuchstellende und die kantonale Verwaltung sind darin involviert. «Ziel ist, bis Mitte 2021 dem Regierungsrat einen Vorschlag für die zu schaffenden gesetzlichen Bestimmungen vorlegen zu können.»

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