Winterthur

Fachstelle gegen islamistische Radikalisierung eröffnet – demnächst wird die Polizei verstärkt

In diesem Gebäude befindet sich die Moschee des Islamischen Vereins An`Nur.

In diesem Gebäude befindet sich die Moschee des Islamischen Vereins An`Nur.

Die Stadt Winterthur geht weiter gegen islamistische Radikalisierungen vor. Am Montag hat Urs Allemann sein Amt als Leiter der neuen Fachstelle Extremismus- und Gewaltprävention angetreten. Als nächstes wird die Polizei verstärkt.

Im Mai hatte der Stadtrat beschlossen, die neue Anlaufstelle zu schaffen. Laut einer Mitteilung der Stadt Winterthur vom Montag verstärke die Fachstelle das bestehende Netzwerk aus Integrationsförderung, Jugendarbeit, Schulen und Stadtpolizei.

Durch die Arbeit der neuen Fachstelle soll früh erkannt werden, wenn sich eine Person radikalisiert. Sie soll eine Beratung des Umfelds bieten und bei Extremismus und Gewaltbereitschaft einschreiten. Ausserdem können sich Bevölkerung und Fachleute dort über Radikalisierung und Extremismus informieren.

Brückenbauer bei der Polizei

Der Winterthurer Stadtrat plant, auch eine neue Stelle bei der Stadtpolizei zu schaffen. Ab 1. Januar soll dort ein so genannter Brückenbauer für interkulturelle Angelegenheiten arbeiten.

In Winterthur gab es etliche Fälle von Jugendlichen, die radikalisiert wurden, nach Syrien reisten und sich dem IS angeschlossen haben. Die Stadt hat darauf reagiert und ihre Bemühungen in der Prävention verstärkt.

Sie tauscht sich auch mit anderen Städten im In- und Ausland aus. Winterthur attestiert sich selbst, richtig auf die Probleme reagiert zu haben und über ein gut etabliertes Präventionsangebot zu verfügen.

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