Dietlikon

Happy-End dank Ausnahme: Zürcher Regierungsrat gibt nun doch grünes Licht für Auto-Kino in Dietlikon

Der Regierungsrat erlaubt das Autokino in Dietlikon nun doch – dank einer Ausnahmebewilligung.

Der Regierungsrat erlaubt das Autokino in Dietlikon nun doch – dank einer Ausnahmebewilligung.

Nachdem der Regierungsrat den Betrieb wegen des Versammlungsverbotes untersagte, erlaubt er das Kino nun doch.

Der Betreiber des Auto-Kinos auf dem Parkplatz des Jumbo-Marktes erhielt am Montagabend den Anruf vom Kanton. «Ein Beamter hat mich angerufen und gesagt, er habe gute Nachrichten für mich - nämlich, dass ich eine Ausnahmebewilligung für mein Auto-Kino in Dietlikon erhalten habe», sagte Mika Steinmann gegenüber «20 Minuten».

Damit habe er nicht gerechnet. Nun sei er aber überglücklich. «Die Gesundheit wird in einem Autokino, wo alle in ihren Autos sitzen bleiben, nicht gefährdet.» Für die kommenden Tage stehen nun Filmklassiker auf dem Programm, unter anderem Pulp Fiction und E.T.

Geänderte Spielregeln

Ursprünglich hatte der erst 19-jährige Kino-Betreiber eine Bewilligung der Gemeinde, die allerdings auslief, weshalb er seinen Betrieb schliessen musste.

Wie es am Dienstag bei der Justizdirektion auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess, hat der Bund unterdessen die Spielregeln geändert. Die Gefahr einer Ansteckung habe sich weiter verringert, deshalb habe die Justizdirektion das Gesuch um eine Ausnahmebewilligung für das Kino gutgeheissen.

Auch für die Drive-in-Bühne in Dietikon könnte es eine zweite Chance geben. Dort sollten an Pfingsten Comedians auftreten. Die Justizdirektion hatte diese Veranstaltung ursprünglich verboten, wegen des Versammlungsverbotes.

Auch für diesen Anlass könnte es inzwischen aber doch eine Bewilligung geben. «Einem Wiedererwägungsgesuch für die Veranstaltung in Dietikon würde wohl stattgegeben werden», schreibt die Justizdirektion. Man habe die Veranstalter bereits auf die Praxisänderung aufmerksam gemacht, um ihnen die Gelegenheit zu geben, ihr Projekt wiederaufzunehmen.

Die Justizdirektion setze sich für weitere Öffnungsschritte im Kanton Zürich ein, so weit diese mit den Vorgaben des Bundes vereinbar seien, schreibt die Justizdirektion weiter.

SP-Regierungsrätin Jacquline Fehr forderte den Bundesrat zudem dazu auf, die Covid-Verordnung in Bezug auf politische Versammlungen zu lockern. Ihr sei viel daran gelegen, mögliche Öffnungen rasch umzusetzen.

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