Medizin
Kein Nachfolger für Zürcher Stadtarzt Albert Wettstein

Wennder Albert Wettstein am 30. September in Pension geht, löst ihn kein Nachfolger ab. Vorübergehend wird Wettsteins Stellvertreterin Gaby Bieri den Stadtärztlichen Dienst leiten. Längerfristig wird der Dienst von Grund auf neu organsiert.

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Hat keinen Nachfolger: Stadtarzt Albert Wettstein

Hat keinen Nachfolger: Stadtarzt Albert Wettstein

Limmattaler Zeitung

Die Stelle als Direktor und Chefarzt des Stadtärztlichen Dienstes (SAD) werde nicht wieder besetzt, teilte das Gesundheits- und Umweltdepartement am Mittwoch mit. Wettstein leitet den SAD seit 28 Jahren. Im Hinblick auf seine Pensionierung war die Stelle im März 2011 ausgeschrieben worden. Unter den bloss 15 Interessenten liess sich aber laut Mitteilung keine geeignete Person finden.

Denn eine solche hätte «eine eher seltene Kombination» von Fähigkeiten mitbringen müssen, wie die zuständige Stadträtin Claudia Nielsen gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Neben Fachkompetenz - vorzugsweise im Bereich Sozialmedizin - sei zudem Führungs- und Management-Kompetenz unabdingbar - und eine gute Portion Idealismus.

Wenn möglich auf Anfang 2012

Nun strebt Nielsen eine neue Aufgabenteilung innerhalb des Departementes an. In die Ausarbeitung Neuorganisation wird der SAD einbezogen. Die Aufgaben des Stadtärztlichen Dienstes sollen auf die Pflegezentren und die städtischen Gesundheitsdienste aufgeteilt werden. Auf wann die Neuorganisation umgesetzt ist, konnte Nielsen nicht sagen: «Es wäre schön, wenn es auf Anfang 2012 möglich wäre.»

Weder sei mit Stellenabbau noch mit Entlassungen zu rechnen, heisst es in der Mitteilung. Die neue Organisation soll die Schnittstellen vereinfachen und gleichzeitig die Stärken des SAD beibehalten.

Auch künftig ist der SAD zuständig für die medizinische Versorgung alter und chronisch kranker Menschen in den städtischen Pflegezentren sowie von Randständigen in städtischen und privaten Einrichtungen.

Dienst soll attraktiv bleiben für die Mitarbeitenden

Wie bis anhin erhält er bei Bedarf Unterstützung des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes und erfüllt als Kompetenzzentrum für Public Health bezirks- und amtsärztliche Aufgaben. Und nicht zuletzt bleibe der Dienst mit seiner fachlichen Vielfalt und der Möglichkeit zu internen Stellenwechseln attraktiv für die Mitarbeitenden.

Mit 51 Mitarbeitenden ist der SAD eine der kleinsten Dienstabteilungen der Stadt. Bis die Neuorganisation umgesetzt ist, werden die Aufgaben von Albert Wettstein auf mehrere Ärztinnen und Ärzte verteilt, wie es in der Mitteilung heisst.

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