Hochschule

Kein «UBS-Hörsaal»: Uni Zürich legt Vertrag mit der Grossbank vollständig offen

Die nun zusätzlich offengelegten Vertragsteile belegten, dass die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre vollständig gewährleistet sei.

Die nun zusätzlich offengelegten Vertragsteile belegten, dass die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre vollständig gewährleistet sei.

Der Sponsoringvertrag zwischen der Universität Zürich und der UBS wird vollständig offengelegt, wie die Universität Zürich am Donnerstag mitteilte. Zudem verzichten die Vertragspartner darauf, einen «UBS International Center Hörsaal» einzurichten.

Begründet wird der Schritt mit dem «öffentlichen Interesse nach Transparenz» bei der Zuwendung privater Mittel. Die Universität Zürich habe beschlossen, in Zukunft diesem Bedürfnis verstärkt Rechnung zu tragen. Aus diesem Grund legen die Universität und die UBS Foundation das Rahmenabkommen sowie die dazugehörigen Lehrstuhlverträge offen, wie es in der Mitteilung heisst.

Zudem haben die Vertragspartner vereinbart, derzeit keinen Hörsaal nach dem «UBS Center of Economics in Society» zu benennen. Vielmehr kündigt die Uni an, die Bezeichnung von Räumen nach Sponsoren in einer neuen Fundraising-Policy anzugehen.

Die nun zusätzlich offengelegten Vertragsteile belegten, dass die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre vollständig gewährleistet sei, schreibt die Uni. Aufgrund der vollständigen Offenlegung werde sich das Verwaltungsgericht nicht mehr mit der Frage der Einsichtnahme befassen müssen.

Zwei Journalisten der «Wochenzeitung» («WOZ») und der Schweizer Ausgabe der «Zeit» hatten gefordert, vollständige Einsicht in den Vertrag zu erhalten. Die Rekurskommission der Zürcher Hochschulen (Reko) hatte zunächst entschieden, die Uni habe den Sponsoringvertrag weitestgehend offenzulegen.

Damit gaben sich die Journalisten jedoch nicht zufrieden. Sie fochten den Entscheid der Reko deshalb vor Verwaltungsgericht an.

Meistgesehen

Artboard 1