Zürich
Tödlicher Car-Unfall: Italienerin wurde aus Bus geschleudert – drei Schwerverletzte weiter im Spital

Die 37-jährige Italienerin, die beim Carunfall vom Sonntagmorgen auf der Zürcher Sihlhochstrasse ums Leben gekommen ist, wurde bei der Kollision mit der Autobahnmauer aus dem Bus geschleudert und stürzte danach rund 10 Meter in die Tiefe. Sie konnte nur noch tot aus der Sihl geborgen werden.

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Dieser Reisecar verunfallte auf der Autobahn A3 in Zürich.
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Eine Passagierin verstarb beim Unfall, 44 Personen wurden verletzt, drei davon schwer.
Der Unfall ereignete sich laut Angaben der Zürcher Kantonspolizei kurz vor 4.15 Uhr auf der Anfahrt in die Stadt am Ende des Autobahnzubringers A3W, der auch Sihlhochstrasse genannt wird.
Der Car prallte in die Mauer am Autobahnende.
Der Car von Genua nach Düsseldorf unterwegs, ehe er in Zürich verunfallte.
Der Car gehört einen Subunternehmen des Fernreiseanbieters Flixbus.
Die Verletzten wurden mit Rettungswagen in umliegende Spitäler gebracht. Kinder waren nicht im Bus.
Der Führerstand des verunglückten Cars wurde stark zusammengedrückt.
Die Bergung des Cars gestaltete sich aufwändig, die Polizei setzte einen Kran ein.
Der Kran hebt den verunglückten Bus an.
Der Kran lädt den Unglücksbus auf einen Tieflader.
Langsam senkt der Car den Reisebus auf einen Tieflader zum Abtransport.

Dieser Reisecar verunfallte auf der Autobahn A3 in Zürich.

WALTER BIERI

Eine Sprecherin der Kantonspolizei Zürich bestätigte am Montag eine entsprechende Meldung von Radio 1. Andere neue Erkenntnisse liegen zurzeit nicht vor. Nach wie vor liegen drei Personen schwer verletzt im Spital, darunter die Chauffeure.

Bei den Fahrern handelt es sich um Italiener im Alter von 57 und 61 Jahren. Am Steuer sass zum Unfallzeitpunkt der 57-Jährige. Zahlreiche mittelschwer Verletzte konnten das Spital bereits im Laufe des Sonntags wieder verlassen.

Der Car war um 4.15 Uhr ins Schleudern geraten und in die Mauer am Autobahnende geprallt. Der Bus war für Flixbus von Genua nach Düsseldorf unterwegs.

Astra: Signalisation ausreichend

An der Signalisation beim Unfallort, dem Autobahn-Stummel der Sihlhochstrasse, wird vorerst nichts geändert. Die Signalisation sei ausreichend, selbsterklärend und entspreche den Normen, hiess es beim Bundesamt für Strassen (Astra) auf Anfrage.

Sollte die Unfallanalyse jedoch zu einem anderen Schluss kommen, werde man die nötigen Massnahmen umsetzen.

Die Mauer, welche den Car aufhielt und über welche das Todesopfer hinunter in die Sihl stürzte, bildet das Ende eines Autobahn-Stummels. Auf die Tatsache, dass die Autobahn dort zu Ende ist, wird zur Zeit nicht speziell hingewiesen.

Die Fahrspur biegt früh genug rechts ab. Wer jedoch links auf den Pannenstreifen gerät, etwa weil die Linien auf der Strasse zugeschneit sind, hat bald die Mauer vor sich.

Eine Absperrung gibt es nicht, da der "Stummel" regelmässig von Polizei und Rettungskräften genutzt wird, um schnell die Richtung zu wechseln und zu einer Unfallstelle zu gelangen.

Die gestrige Sondersendung von TeleZüri: