Züri-Fäscht

Trotz gesperrter Innenstadt: Autofahrer müssen nicht gänzlich verzichten

ZüriFäscht: Verkehrschaos erwartet

ZüriFäscht: Verkehrschaos erwartet

Die Strassen werden bereits am Freitagmorgen um 6 Uhr gesperrt. Mit den vielen sonstigen Baustellen in der Stadt droht der Verkehr zusammenzubrechen.

Zum ersten Mal wurden Teile der Innenstadt und die Quaibrücke bereits um 6 Uhr morgens für den motorisierten Verkehr gesperrt. Geschäfte beschweren sich, von der Stadt zu spät darüber informiert worden zu sein. Autoliebhaber müssen dennoch nicht ganz aufs Autofahren verzichten.

Die letzten Vorbereitungen rund ums Seebecken gehen in die Endphase über, das Riesenrad wird noch einmal poliert, Standhalter füllen ihre Getränke für das durstige Volk auf und Programmverkäufer zupfen ihre Heftchen zurecht. Bis 17 Uhr muss alles bereit stehen, denn dann fällt der Startschuss für das grösste Volksfest der Schweiz, an welchem über zwei Millionen Besucher erwartet werden.

Um die Aufbauarbeiten reibungsloser zu gestalten, wurden Teile der Innenstadt sowie die Quaibrücke am Freitagmorgen erstmals bereits um 6 Uhr gesperrt. Bei früheren Austragungen waren die Strassen rund um den Bürkli-, Centralplatz und das Bellevue bis 11 Uhr befahrbar.

Für viele Geschäfte in der Innenstadt bedeutet dies umplanen, zumal sie von der Stadt erst sehr spät über die Sperrung informiert worden seien. Zwar dürfen Lieferanten und Zubringer am Freitag und Samstag bis um 12 Uhr und Sonntag bis um 10 Uhr in die Innenstadt fahren, dennoch sind sie von den Verkehrsänderungen beeinträchtigt. 

So mussten die Inhaber der Confiserie Sprüngli Milan und Tomas Prenosil umdisponieren und ihre Mengen herunterfahren. "Wir wissen, dass das Züri-Fäscht Verkehrseinschränkungen mit sich bringt. Aber dass sie so gross sind, war uns nicht bewusst", sagen sie gegenüber "20 Minuten". Sie seien von der Stadt zu spät über die Änderungen informiert worden.

Lieber aufs Auto verzichten - oder?

Auch Heiko Ciceri, Mediensprecher Verkehr der Stadt Zürich, spricht gegenüber "TeleZüri" von einer verkehrlich schwierigen Situation. Da relativ wenig Parkplätze zur Verfügung stehen, empfiehlt er auf den motorisierten Verkehr zu verzichten und stattdessen öV oder die Schifffahrt zu nutzen, die ihr Angebot über die Festtage ausgebaut haben.

Wer das Autofahren dennoch nicht lassen kann, dem bietet sich am Züri-Fäscht eine einmalige Gelegenheit: Mit dem ACS Amphibienfahrzeug können sich Interessierte auf eine achtminütige Fahrt auf den Zürichsee begeben.

Normalerweise sind schwimmende Autos nicht erlaubt, wie auch Roli Sieg, Organisator der Schwimmautos, sagt: "So ist es leider mit so vielen Dingen in der Schweiz: Was Spass macht, ist verboten." Für das Züri-Fäscht habe er allerdings die aussergewöhnliche Erlaubnis erhalten. 

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