Weiningen
Wandern und Cervelat-Essen mit dem Bundespräsidenten Ueli Maurer

Der Bundespräsident Ueli Maurer wandert mit rund 150 Sympathisanten auf den Altberg. Seine Volksnähe wird geschätzt. Mit dem «Aff» plane er für nächste Woche ein Mittagessen.

Gioia Lenggenhager (text und fotos)
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Bundespräsident Ueli Maurer wandert mit Sympathisanten auf den Altberg
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Zur Ehre des Bundespräsidenten gehen die Tamburen voraus
Nationalrat Hans Egloff, Ueli Mauerer und Regierungsrat Markus Kägi gehen die letzten Meter gemeinsam
Oben angekommen wird der Bundespräsident von einer Sektion des Tamburenvereins Uster erwartet
Ueli Maurer mit Hanspeter Haug beim Aufstieg zum Altberg.
Ueli Maurer hält auf dem Altberg eine Rede
Oben auf dem Gipfel des Altbergs hält Ueli Maurer eine Rede, die von den Anwesenden begeistert aufgenommen wird.
Gespannt verfolgen die Mitwanderer die Rede des Bundespräsidenten.

Bundespräsident Ueli Maurer wandert mit Sympathisanten auf den Altberg

Limmattaler Zeitung

Die Steine knirschen unter den Schuhen, der Weg ist steil, die Wanderer kommen ins Schwitzen. Bundespräsident Ueli Maurer macht das nichts aus. Er ist bester Laune, schliesslich konnte er diesen Samstagmorgen bis 5.30 Uhr «ausschlafen». Nun ist er auf dem Weg von Weiningen hinauf den Altberg ob Oetwil. Zur Wanderung eingeladen wurde er von der SVP der Bezirke Dietikon und Dielsdorf.

Im Gespräch mit Esther Geiger aus Weiningen über aggressive Bienen und den Herbst wird bald der «Aff» zum Thema. So bezeichnete der Bundespräsident einen Kameramann, der ihm letzten Mittwoch im Nationalratssaal zu nahe kam. Laut Maurer ist er sonst ein netter Kerl. Darum plane er mit ihm diese Woche ein gemeinsames Mittagessen.

Volksnähe wird gelobt

Mit der Wanderung auf den Altberg betritt Maurer kein neues Terrain. In jungen Jahren sei er jeweils als Jogger von Zürich über die Lägern bis nach Baden gerannt. Später spazierte er hier gemütlich mit seinen Kindern.

Von einem Gipfelsturm kann auch dieses Mal nicht die Rede sein. Das Tempo ist gemächlich, während sich der Bundespräsident mit Karl Frehsner, dem ehemaligen Herren-Cheftrainer des Schweizer Skiverbands und späteren Trainer beim Sauber Team in der Formel 1, über Schweizer Top-Athleten und über kreischende Frauen an Sportveranstaltungen bestens unterhält.

Die rund 150 Weggefährten Maurers haben ihren Spass am Ausflug. Wo man hinhört, wird der Bundespräsident für seine Volksnähe gelobt. «Ich finde es beinahe unglaublich, dass wir hier in der Schweiz mit dem höchsten Magistraten auf einen Waldspaziergang gehen können», sagt Albert Menzi aus Dielsdorf begeistert. Auch Hanspeter Haug, Kantonsrat und Gemeindepräsident von Weiningen, lobt Maurer, weil er «beim Eidgenössischen Schwingfest auch für seine Bratwurst ansteht».

Ein Cervelat für Ueli Maurer

Oben auf dem Altberg lässt man den Bundespräsidenten allerdings nicht lange auf Verpflegung warten. Bei seiner Ankunft sind die Bratwürste bereits goldbraun gebraten. Was die erwartungsfrohen Mitglieder der SVP des Bezirks Dielsdorf, die unter Führung des Zürcher Regierungsrates Markus Kägi den Gipfel erklommen, noch nicht wissen: Der Bundespräsident wird sich später für einen Cervelat entscheiden. Zuerst mischt sich Maurer aber unauffällig unters Volk. «Er ist da», wird allerorts getuschelt, worauf sich Köpfe drehen und Hälse in die Höhe recken.

«Ich habe noch nie jemandem etwas Schlechtes gewünscht, darum wünsche ich dir, Ueli, die Grippe, äh den Gripen», sagt Kägi in seiner Ansprache. Kurz darauf ist Maurer an der Reihe. Das Publikum hängt ihm an den Lippen, als er über die Staatsverschuldung und die Jugendarbeitslosigkeit in Europa, aufstrebende Wirtschaftsmächte in Asien, die Ressourcenknappheit in der Nahrungsmittelproduktion und schliesslich über die allgemeine Wehrpflicht spricht. Maurers Plädoyer für die Unabhängigkeit und Sicherheit der Schweiz wird von tosendem Applaus und, an einigen Festbänken, sogar von einer Standing Ovation begleitet.

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