Wegen eines Sturms wird der Start der Talisker Whisky Atlantic Challenge von heute Dienstag auf Donnerstag verschoben. Das Swiss-Mocean-Team – bestehend aus Luca Baltensperger, Yves Schultheiss, Laurenz Fässler und Martin Strub – muss sich auf der kanarischen Insel La Gomera also noch etwas gedulden, bevor es den Atlantik rudernd überqueren kann.

Im Interview mit "20 Minuten" ärgert sich Schultheiss über den verschobenen Start: "Ich finde mich langsam damit ab, dass der Start verschoben wurde. Aber eigentlich nervt es mich mega." Das Team hat den Sturm bereits gestern auf dem Radar verfolgt. "Wir wollten die Windstärke des Sturms nutzen, um ins Meer hinausgerissen zu werden, da er in die richtige Richtung weht", so Schultheiss weiter. 

Das sehen die Veranstalter des härtesten Ruderrennens der Welt jedoch etwas anders. Mit Windböen und Wellen bis zu drei Metern Höhe in die zwischen 40 und 90 Tagen dauernde Atlantiküberquerung - Ziel ist die kleine Karibikinsel Antigua - zu starten, wäre laut der Rennleitung "unverhältnismässig" gewesen.

beginnt auf der kanarischen Insel La Gomera und führt 5000 Kiloemeter Richtung Westen auf die karibische Insel Antigua.

Die Talisker Whisky Atlantic Challenge

beginnt auf der kanarischen Insel La Gomera und führt 5000 Kiloemeter Richtung Westen auf die karibische Insel Antigua. 

So müssen sich die vier Zürcher Ruderer also noch bis Donnerstagmorgen gedulden. Dies ist aber vor allem eine mentale und finanzielle Herausforderung. Denn wie Schultheiss weiter sagt, sei das Team langsam pleite: "Jeder Tag hier an Land kostet uns Geld, das wir nicht haben." Mental sei das Team ready gewesen, so Schultheiss. "Wir sind wie geladene Pistolen, die endlich loslegen wollen. Aber jetzt müssen wir warten." (GIU)