Die gebürtige Inderin ist für den 2011 veröffentlichten Roman "Erschlagt die Armen!" ("Assomons les pauvres!") bekannt. Darin schildert sie "auf drastische Art und Weise die Unaushaltbarkeit des europäischen Asylsystems" wie das Literaturhaus Zürich und die Stiftung PWG am Donnerstag in einem Communiqué mitteilen.

Das Buch hatte insofern negative Konsequenzen, als dass Sinha ihren Übersetzerinnenjob bei der französischen Migrationsbehörde verlor. Für die schriftstellerische Arbeit jedoch wurde sie mit zahlreichen Preisen und einem Platz auf der Shortlist des 8. Internationalen Literaturpreises belohnt.

Die 1973 geborene Shumona Sinha ist die 12. Stipendiatin, die während eines halben Jahres in der Gastautorenwohnung im Kreis 7 leben und arbeiten wird. Im Herbst erscheint ihr erneut mehrfach ausgezeichneter Roman "Calcutta" auf Deutsch.