Zürich
Einbürgerung erleichtert: Die Stadt will die Gebühr von 250 Franken für Ausländer unter 25 Jahren abschaffen

Die Einbürgerung stellt für viele junge Ausländerinnen und Ausländer eine finanzielle Hürde dar. Die Stadt will den Prozess für Unter-25-Jährige nun erleichtern, indem sie ihnen die Gebühr erlässt. Dieser Entscheid führt bei der Stadt Zürich zu Gebührenausfällen von rund 75'000 Franken im Jahr.

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Viele ausländische Einwohnerinnen und Einwohner erfüllen die formellen Voraussetzungen für eine Einbürgerung.

Viele ausländische Einwohnerinnen und Einwohner erfüllen die formellen Voraussetzungen für eine Einbürgerung.

Michel Canonica

(sda) Der Zürcher Stadtrat will für junge Ausländerinnen und Ausländer die finanzielle Hürde für eine Einbürgerung senken. Bis zum 25. Lebensjahr sollen sie keine kommunalen Einbürgerungsgebühren mehr bezahlen müssen. Die Gebührenordnung soll entsprechend angepasst werden.

Bei etwa 300 jährlichen Einbürgerungsgesuchen von Bewerbenden bis 25 Jahre bedeutet das für die Stadt Zürich Gebührenausfälle von rund 75'000 Franken im Jahr, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte.

Viele ausländische Einwohnerinnen und Einwohner erfüllen die formellen Voraussetzungen für eine Einbürgerung. Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine Einbürgerung einen positiven Langzeiteffekt auf die Integration hat, wie es in der Mitteilung heisst.

Mit dem Gebührenerlass unterstützt der Stadtrat die Anliegen einer Motion, die die Aufhebung der kommunalen Gebühr von 250 Franken für junge Einbürgerungswillige verlangt. Auf der Stufe Kanton und Bund fallen allerdings weiterhin Gebühren an.

Auch für Schweizerinnen und Schweizer bis 25 Jahre, die das Gemeindebürgerrecht der Stadt Zürich annehmen möchten, soll die entsprechende Gebühr von 125 Franken entfallen. Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat die Teilrevision der Gebührenordnung Bürgerrecht.

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