Salzkorn
Es geht auf Halloween zu. Leider.

Der keltische Brauch hat sich einen festen Platz im hiesigen Brauchtum gesichert. Wann handelt der Bundesrat?

Pascal Hollenstein
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Illustration: Corinne Bromundt

Wir sind keine Spassbremse. Wir haben nichts dagegen, wenn Leute nächtens um die Häuser ziehen und sich in albernen Kostümen der Lächerlichkeit preisgeben. Nein, wir sind da entspannt. Wir regen uns kein kleines Bisschen auf. Rein gar nicht.

Aber ganz nüchtern: Dieser sogenannte Brauch ist das Hinterletzte. Überflüssig wie ein Kropf. Er schadet der psychischen und physischen Gesundheit. Ein Fest, das darin besteht, harmlose Menschen an ihren Wohnungstüren zu drangsalieren, ist eine Zumutung. Geradezu kriminell ist das. Nachtruhestörung in Tateinheit mit Schreckung der Bevölkerung. Im Grunde ein Verbrechen an der Menschheit. Hinzu kommt: Der Schabernack hat hier nichts verloren. Kann man einen Brauch ausschaffen und ihn des Landes verweisen? Washington einfach?

Es ist ein Kreuz. Sollte der Bundesrat wirklich einmal handeln, tut er – nichts. Es bleibt nur die Selbstverteidigung. Jedes Kind, das am diesjährigen Halloween «Süsses oder Saures» sagt, muss einen Teller Spinat aufessen.

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