Apropos
Wieder einmal Palmen sehen

Die Woche –1 vor den Terrassenöffnungen war im Tessin für einige Lacher gut. Eine Glosse.

Odilia Hiller
Odilia Hiller
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Flanieren am Seeufer von Lugano im April 2021. Wir haben es getan.

Flanieren am Seeufer von Lugano im April 2021. Wir haben es getan.

Bild: Alessandro Crinari /Keystone

Wir haben es getan. Frühlingsferien im Tessin. Eine gefühlte halbe Million anderer Deutschschweizer Familien auch. Coronakonform haben wir ein abgelegenes Häuslein im Centovalli gemietet.

Hauptmotiv: Wieder einmal Palmen sehen. Dass man dies in der Schweiz tun kann, ohne eine einzige Landesgrenze zu überqueren, gehört zu den kostbaren Geschenken Helvetias. Danke, Mikroklima!

Mit leicht hysterischem Blick umherirrende Touristen

Im Übrigen war die Woche –1 vor den Terrassenöffnungen für einige Lacher gut: Mit leicht hysterischem Blick umherirrende Touristen auf Nahrungssuche prägen das Strassenbild Locarnos, Luganos und Asconas. Irgendwann finden Jäger und Sammlerinnen eine Take-away-Pizza oder eine Glace und konsumieren es auf einem Bänkli oder Mäuerchen in der scharfen Aprilbise.

Anstehen für eine Schifffahrt zu den Brissago-Inseln heisst, Abstandsregeln in den Wind zu schlagen. Es hält sich schlicht niemand daran. Alle sind damit beschäftigt, zu überlegen, wie sie ohne Grotto zu einem warmen Znacht kommen.

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