Apropos
Elon Musk und das furzende Einhorn

Bettina Hamilton-Irvine
Bettina Hamilton-Irvine
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Elon Musk, Chef von Tesla Motors, in einem Elektroauto: Signal für eine Zeitenwende in den Industrien für Maschinen, Elektronik und Metallverarbeitung.

Elon Musk, Chef von Tesla Motors, in einem Elektroauto: Signal für eine Zeitenwende in den Industrien für Maschinen, Elektronik und Metallverarbeitung.

Jemilio Flores/The New York Times

Elon Musk ist ein cleverer Mann. Entsprechend hat er Bewunderer auf der ganzen Welt. Dafür, dass er mit seinen Unternehmen Tesla und SpaceX gleichzeitig die Fortbewegung auf der Erde und im Weltall revolutionieren will, wird er als einer der spannendsten Unternehmer gefeiert. Doch jetzt hat sich der Multimilliardär etwas geleistet, was ihm ohne Zweifel viel Zorn einbringen wird. Man könnte sogar sagen: Elon Musk hat eine rote Linie überschritten.

Er hat nämlich versucht, ein furzendes Einhorn für seine Zwecke zu missbrauchen. Und das, meine Damen und Herren, gehört sich nicht. Dabei war Tom Edwards, ein 61-jähriger Künstler aus Colorado, zuerst begeistert, als er auf Twitter sah, dass der grosse Elon Musk sich als Fan seines Einhorns outete. Weniger begeistert war Edwards, als er später feststellen musste, dass Musk das furzende Fabeltier benutzt, um Werbung für Tesla zu machen: Das Einhorn erschien plötzlich als Icon auf dem in den Autos eingebauten Tablets.

Und in den Tesla-Weihnachtskarten. Von Edwards Bitte, doch für die Benutzung seiner Kunst kompensiert zu werden, will Musk nichts wissen. Er twitterte, ihn dafür zu verklagen, wäre «lahm». Edwards solle doch froh sein, dass sein Einhorn so viel Aufmerksamkeit bekomme. Eine höchst fragwürdige Reaktion, die man dem Tesla-Mitgründer hoffentlich nicht durchgehen lassen wird. Denn er mag zwar ein cleverer Mann sein. Aber wehrlose Fabelwesen auszunützen, darf sich selbst Elon Musk nicht erlauben.

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