Dietikon
Lichtblick für die Dietiker Kultur

Dietikon reagiert mit einem Raumkonzept auf die Platznot der lokalen Kulturszene

Tobias Hänni
Tobias Hänni
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Die Klage von Vereinen, es gebe keine bezahlbaren oder von der Grösse her passende Räume, soll nun Gehör finden. (Symbolbild)

Die Klage von Vereinen, es gebe keine bezahlbaren oder von der Grösse her passende Räume, soll nun Gehör finden. (Symbolbild)

Sandra Ardizzone

Kulturschaffende aus Dietikon dürfen sich freuen. Die Stadt möchte ihrer Arbeit mehr Raum zur Verfügung stellen und gleichzeitig kulturelle Leuchttürme schaffen, die über die Stadtgrenzen hinaus ausstrahlen. Mit neuen Ateliers, Veranstaltungs- und Vernetzungsorten will sie der Platznot der lokalen Kulturszene entgegenwirken.

Das ist dringend nötig: Seit Jahren klagen Vereine und Gruppierungen, dass es für sie im Bezirkshauptort keine bezahlbaren oder von der Grösse her passende Räume gibt. Ausweichen mussten sie auf Lokalitäten wie den Gemeinderatssaal, die nur bedingt und mit grossem Aufwand für kulturelle Zwecke genutzt werden können.

Man könnte nun bemängeln, dass sich die Stadt mit der Ausarbeitung des gestern vorgestellten Raumkonzepts reichlich Zeit gelassen hat. Schon 2010 hat sie in einem Leitbild festgestellt, dass kulturelle Arbeit und Veranstaltungen Platz und Infrastruktur brauchen.

Das Warten scheint sich aber gelohnt zu haben: Die Stadt legt nicht einen konzeptionellen Schnellschuss vor, sondern ein umfassendes und stimmiges Gesamtpaket, das die unterschiedlichsten Ausprägungen kulturellen Schaffens berücksichtigt. Experimentelle Kulturschaffende und traditionelle Vereine, etablierte Künstler und junge Nachwuchsmusiker – sie alle sollen neue Plattformen erhalten.

Das Konzept geht jedoch über die Schaffung neuer Kulturräume hinaus. Explizit soll damit auch die Vernetzung zwischen Kulturschaffenden gefördert werden. Im besten Fall entsteht dabei etwas Neues und Dietikon wird kulturell vielfältiger.

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