Theo meckert
Achtung, Kamera läuft!

«Cheeeeese»... «Spaggghettttiiiii»..., oder ganz banal «bitte freundlich lächeln»..., dazu muss man wichtige Männer (und alle, die sich auf den Weg gemacht haben, es noch zu werden) nicht auffordern.

Theodor Eckert
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Sie haben es in den Genen: Sobald Linsen scharf gestellt werden, posieren sie nicht minder scharf im Scheinwerferlicht. Am besten natürlich möglichst solo in Grossaufnahme. Und wenn der Hinz und der Kunz auch noch ins Bild drängen, gibts nur eins: Ellbogen raus und auf keinen Fall die Position vorne in der Mitte preisgeben. Ha, da bin ich! Wer denn sonst! Richtig, nochmals mit Ausrufezeichen. Fragezeichen sind etwas für Zögerer. Das wäre jetzt ein eleganter Übergang zu den forschen Weibchen gewesen. Die gibt es durchaus auch. Die mit den Farben, Formen und Floskeln. Aber auch um sie geht es hier ebenso wenig. Viel spannender: Reden wir doch über intelligente, im Grunde selbstbewusste Frauen, die etwas zu sagen haben und sich der Bedeutung der Position vorne in der Mitte nicht bewusst sind. Oder sie etwa gar lächerlich finden? Autsch, da sind wir wieder beim Fragezeichen. Keine Frage, auch bei den Grünen stehen die Zeichen auf Wahlen. Eine flotte, bunte Städter-Truppe liess sich ablichten und wir hatten sie gross im Blatt. Alle wollen sie in den Kantonsrat. Warum auch nicht? Das wollen andere schliesslich auch.

Oh ... wen haben wir denn da? Gar noch eine Regierungsratskandidatin? Ganz knapp im Bild, Fotografen sagen dem «randständig». Ich würde sagen, höchst anständig. Zu anständig. Gratis(ellbogen)tipp an Brigit Wyss: Deutlich weiter in die Mitte rücken - natürlich nur beim Foto-Termin.

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