Polemik
Jetzt spinnen nicht mehr nur die Römer

Man mag es nennen, wie man will: «Grosse Verwirrung», «Neue Unübersichtlichkeit» oder meinetwegen auch «Das grosse Durcheinander».

Christoph Bopp
Christoph Bopp
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Ein Top-Hedge-Fonds-Manager erklärte seinen Rückzug vom Business

Ein Top-Hedge-Fonds-Manager erklärte seinen Rückzug vom Business

Keystone

Je länger man lebt, je mehr man liest, desto weniger kommt man draus. Die Ölscheichs verschenken praktisch ihr Öl; junge Leute mit nicht viel mehr als einer Idee, wie man die anderen jungen Leute dazu bringen kann, noch mehr auf ihre Computerbildschirme zu starren, werden Milliardäre; in der Partei Abraham Lincolns glaubt man, dass derjenige am ehesten zum Präsidenten gewählt wird, der den haarsträubendsten Unsinn erzählt; in Osteuropa sehen amtierende Politiker die Lösung aller Miseren darin, die eigene Flagge zu hissen; - und die «Weltwoche» bescheinigt dem schwachsinnigen Gelabber des «Führers», es sei «süffig zu lesen».

Nicht zu toppen scheint mir, wie kürzlich ein Top-Hedge-Fonds-Manager seinen Rückzug vom Business erklärte: Das irrationale Gebaren der Politiker und Märkte erlaube es nicht mehr, verantwortungsvoll Kapital anzulegen. Hilfe! Wo ist das Dorf, wo der Barde singt und der Fisch stinkt? Oder von mir aus auch umgekehrt.

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