Kolumne
Apropos: Die deutsche Sprache ist nicht «immune»

In der neusten Apropos-Kolumne schreibt Redaktor Andreas Möckli über die Dominanz des Englischen im Corona-Vokabular.

Andreas Möckli
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Andreas Möckli.

Andreas Möckli.

Sandra Ardizzone / INL

Die Liste ist schier endlos: Lockdown, Shutdown, Slowdown, Social Distancing, Superspreader-Event, Stay at home, Flatten the curve, Contact Tracing, Taskforce, Homeoffice, Home Schooling, Zero Covid, Long Covid, Case Fatality Rate oder Circuit Breaker. Der Beispiele des englischen Corona-Vokabulars sind viele, die Eingang in die deutsche Sprache gefunden haben.

Für einzelne dieser Begriffe liesse sich zwar relativ einfach ein deutsches Wort finden. So könnte «shutdown» etwa mit Herunterfahren oder Stilllegen übersetzt werden. Doch durchsetzen mochte sich die deutsche Sprache selbst hier nicht. Zu eingängig scheinen die englischen Wörter.

Einzig beim Thema Impfen scheint sich das Deutsche zu behaupten. Selbst die ziemlich brachiale Formulierung «to get shots in the arms of the people» hat sich hier bisher nicht verbreitet. Wenigstens bei den Vakzinen scheint die deutsche Sprache zumindest ein wenig immun gegen die englischen Einflüsse zu sein.

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