Leserbrief
Hundekurse: Entscheid des Parlaments unverständlich

«Hunde beissen öfter zu», Ausgabe vom 2. Februar

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2008 trat das Hundekurs-Obligatorium in Kraft. Per Anfang 2017 wurde dieses durch das Parlament wieder abgeschafft. Begründung: Die Kurse hätten ihr Ziel nicht erreicht, da die Zahl der Beissvorfälle trotz Kurszwang nicht zurückgegangen sei.

Vergleichen wir die Hundekurse kurz mit dem Autofahren. Auf der Autobahn wird festgestellt, dass es immer wieder zu Geschwindigkeitsübertretungen kommt, obwohl zahlreiche Verkehrsschilder aufgestellt sind – und obwohl jeder eine Fahrprüfung ablegen muss. Analog zum Hundekurs-Obligatorium müsste eigentlich das Parlament die Höchstgeschwindigkeit auf den Autobahnen aufheben. Die Begründung müsste lauten: Die Kurse hätten ihr Ziel nicht erreicht, da die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen trotz Ausbildungszwang nicht zurückgegangen sei. Den Parlamentsentscheid muss man oder kann man gar nicht verstehen.

Rudolf Muggli, CEO und Leiter Ausbildung der SK-9 GmbH, Luzern

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