Leserbrief
Hochwasser: Oberläufe der Gewässer werden vernachlässigt

Zu den Hochwassern der vergangenen Tage

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Unwetter mit starkem Regen, Sturm, Hagel und Blitzen kenne ich seit meiner Kindheit. Unser Schulweg führte über sieben Bächlein, die auf das Tausendfache anschwellen konnten, je nach Gewitter. Dies bewegte uns zum Handeln, was uns die Schulzeit verkürzte. Schaue ich heute in die Oberläufe der Bäche und Bächlein, sehe ich vielerorts instabile Sohlen, unterspülte Ufer und freigelegtes Schwemmgut wie Holz und Steine. Heute sind verstopfte Durchlässe, verschüttete Strassen, überflutete Keller, Garagen, Wohnungen, Plätze bald ein Dauerthema.

Die Ursache dieser Schäden sucht man beim Klimawandel. Ich sehe eher, dass den Leuten vom Wald- und Wasserbau und den Zuständigen für Naturgefahren die nötigen Fachkenntnisse fehlen, da der Unterhalt der Oberläufe der Bäche und Bächlein vernachlässigt wird.

Vor Durchlässen und Verrohrungen werden heute nur noch Holzrechen und Geschiebe rückhaltende Anlagen gebaut und nicht mehr der uralte, bewährte, störungsfreie Geschiebesammler. Dies ist für mich in keiner Weise nachvollziehbar.

Peter Ott am Giessbach, Schwarzenberg

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