Leserbrief
Viele Pendler leisten unverzichtbare Arbeit

«Autopendler belasten die Klimabilanz», Ausgabe vom 20. September

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Die im Bericht erwähnte Studie im Auftrag der Zuger Wirtschaftskammer ist hoffentlich im Homeoffice erstellt worden. Um die Klimabilanz zu verbessern, könnten ja alle Pendler mal eine Woche zu Hause bleiben. Der Bäcker, der Metzger, der Lastwagenfahrer, die Verkaufsangestellte, der Maschinenbediener, sämtliche Pflegefachkräfte und so weiter. Leere Regale, keine Lebensmittel, keine Gesundheitsversorgung – das wären die Folgen. Ich hoffe, dem spezialisierten Institut und der Ostschweizer Fachhochschule ist nicht entgangen, dass die wichtigsten systemrelevanten Arbeiten nicht im Homeoffice gemacht werden können.

Den Pendlern, diesen wichtigen und unverzichtbaren Helden des Alltags, die übrigens nur schon durch ihren Arbeitsweg über 1,5 Milliarden Franken Mineralölsteuern bezahlen, wird ja von der Politik der Steuerabzug fürs Pendeln massiv gekürzt. Weitere Diskriminierungen werden folgen. Man könnte aber auch einen massiven Steuerabzug für Pendler einführen, die ein Elektroauto fahren. Viele sind leider auf ein Auto angewiesen. Laut Schlussfolgerung der Studie rettet ja das Elektroauto anscheinend unser Klima. Aber ein solcher Abzug wäre zu innovativ und ergäbe weniger Steuereinnahmen, daher chancenlos.

Thomas Lang, Retschwil

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