Immobilienmarkt
Höchststände erreicht: Mehr leere Büros und Wohnungen

Die Coronavirus-Pandemie zeigt nach einer ersten Stagnation im letzten Sommer nun doch massive Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Es gibt ein Viertel mehr leere Büros.

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Die Vermietungen der Wohnungen laufen nicht mehr so leicht wie noch 2019.

Die Vermietungen der Wohnungen laufen nicht mehr so leicht wie noch 2019.

Claudia Meier

(keg) Die Resultate des am Mittwoch erschienenen CLS Immobilien-Markt-Berichtes 2021 lassen aufhorchen. Die Pandemie beschleunigt den Trend an mehr verfügbaren Büroflächen. Das Angebot an leeren Büroflächen ist innert einem Jahr um 23 Prozent auf 2,26 Millionen Quadratmeter gestiegen – das ist der höchste Wert seit 2014. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung ist die Homeoffice-Vorgabe des Bundes, die bei vielen Unternehmen ein Umdenken auslöste. Es wurden Flächenreduktionen geplant und umgesetzt um so Kosten zu sparen.

Mehr freie Mietwohnungen – Eigentumssegment profitiert

Die Leerstandsquote im Wohnmarkt belief sich 2020 auf 1,72 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 1988. Betroffen davon sind vor allem Mietwohnungen. Die Menschen verbrachten mehr Zeit in ihren Wohnungen als gewohnt und hatten Zeit, sich mit den Vor- und Nachteilen der Wohnsituation auseinanderzusetzen. Die Mieter sind nicht mehr gewillt überhöhte Preise für Wohnungen zu bezahlen. Der Stellenwert eines schönen Zuhauses nahm während der Pandemie vorwiegend zu und auch schwer vermarktbare Objekte in peripheren Gebieten fanden 2020 eine Käuferschaft. Der längere Pendelweg wurde durch mehr Homeoffice-Tage kompensiert. Dadurch profitierte das Eigentumssegment von der Pandemie. Vor allem Einfamilienhäuser dürften in Zukunft an Wert zulegen, schreibt die CLS weiter.