Prävention
9000 Unfälle pro Jahr: Normen für Kinderspielplätze wurden überarbeitet

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung stellt den Gemeinden überarbeitete Normen für Kinderspielplätze zur Verfügung. Diese sollen helfen, schwere Unfälle zu vermeiden. Jedes Jahr verunglücken auf Spielplätzen 9000 Kinder und Jugendliche.

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Kinderspielplätze sind in das Blickfeld der Beratungsstelle für Unfallverhütung gerückt.

Kinderspielplätze sind in das Blickfeld der Beratungsstelle für Unfallverhütung gerückt.

Keystone

(wap) Die Unfallursachen seien vielfältig, nicht selten spiele aber der mangelnde Unterhalt der Spielplatzgeräte eine Rolle, schreibt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) am Dienstag in einer Mitteilung. Seit einem halben Jahr gebe es deshalb strengere Anforderungen. So müsse eine «anerkannte Fachperson das Sicherheitsniveau des Spielplatzes und dessen Umgebung» prüfen, bevor es in Betrieb genommen werde. Diese Überprüfung müsse ausserdem jährlich wiederholt werden.

Ausserdem müssten Spielplätze «wöchentlich bis täglich» auf offensichtliche Gefahren überprüft werden. Dazu gehören etwa Scherben. Alle «ein bis drei Monate» muss gecheckt werden, ob alle Spielgeräte noch einwandfrei funktionieren. Gemeindearbeiter können bei der BfU entsprechende Kurse besuchen.

Auch Eltern könnten zur Unfallprävention auf Spielplätzen beitragen, so die BfU. Sie rät insbesondere daran ab, auf Spielplätzen Velohelme zu tragen. Auch Schlüssel um den Hals seien nicht für das Spielen auf dem Kinderspielplatz geeignet: «Die Bändel können sich verfangen, das Kind Verletzungen davontragen und schlimmstenfalls ersticken.»