Affäre
Ausserordentlicher Staatsanwalt soll Leak im Fall Berset finden

Die «Weltwoche» erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundesrat Alain Berset. Nun beschäftigt sich die Justiz damit, wie die Akten zur Zeitschrift gelangen konnten.

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Die Zeitschrift «Weltwoche» warf Bundesrat Alain Berset unter anderem vor, dass er in einem Verfahren die Unwahrheit gesagt habe.

Die Zeitschrift «Weltwoche» warf Bundesrat Alain Berset unter anderem vor, dass er in einem Verfahren die Unwahrheit gesagt habe.

Keystone

Wie kam die «Weltwoche» an die Akten im Fall der Affäre um Bundesrat Alain Berset? Damit soll sich nun eine ausserordentliche Staatsanwältin oder ein ausserordentlicher Staatsanwalt beschäftigen. Dies teilt die unabhängige Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) am Dienstag mit. Nun soll «so rasch wie möglich» eine «geeignete Person» eingesetzt werden, die sich mit der Anzeige wegen Amtsgeheimnisverletzung beschäftigt.

Dies ist nötig, da «als mögliche Täterinnen und Täter, nebst anderen Personen, auch Staatsanwältinnen und Staatsanwälte der Bundesanwaltschaft in Frage kommen», wie es in der Mitteilung heisst. Der ehemalige SVP-Nationalrat und Autor der «Weltwoche» Christoph Mörgeli hatte in einem Artikel Bundesrat Berset diverse Vorwürfe gemacht. So soll der Bundesrat gelogen haben und Mitarbeiter seines Stabs sollen sich um private Angelegenheiten des Bundesrats gekümmert haben.

Berset selber wollte sich kürzlich nicht zu den Vorwürfen äussern. Es handle sich um ein abgeschlossenes Verfahren. Hintergrund ist ein Erpressungsversuch einer Frau – wie die «Weltwoche» schreibt, soll es sich dabei um eine ehemalige Geliebte des Magistraten handeln. Das Magazin hat für seinen Artikel aus den Ermittlungsakten zitiert. Diese sind jedoch unter Verschluss. (mg)

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